ARM-Mikrocontroller Sparsame Echse

Die neuen Controller der »Tiny Gecko«-Serie von Energy Micro verbrauchen im aktiven Modus nunmehr nur noch 180 μA/MHz und kosten unter einem US-Dollar.

Nur 180 μA/MHz im aktiven Modus sowie 900 nA im Deep-Sleep- und 20 nA im Shut-off-Modus verbrauchen die 32-Bit-Controller »EFM32« der Serie »Tiny Gecko« von Energy Micro, die auf dem ARM-Core »Cortex-M3« basieren. Mit einem Preis von unter einem US-Dollar bieten diese MCUs die Energieeffizienz der größeren »Gecko«-Baureihe – nur mit kleineren Flash- und RAM-Kombinationen und einer Auswahl an QFN20-, QFN32- und QFN64-Gehäusen.

»Tiny Geckos« eignen sich daher besonders für stromsparende, kostensensitive Anwendungen, in denen zudem noch wenig Leiterplattenfläche zur Verfügung steht. Applikations- Benchmarktests haben gezeigt, dass die Gecko-MCUs zusammen mit einer Aufwachzeit von unter 2 μs die Batterielebensdauer um den Faktor vier verlängern. Die kleinsten und kostengünstigsten Tiny-Gecko-MCUs, die im QFN20-Gehäuse ausgelieferte »EFM32TG100«- Reihe, bieten 4 KByte bis 32 KByteFlash und 1 KByte bis 4 KByte RAM sowie zwölf GPIOs. Die im QFN32- Gehäuse ausgelieferte »TG200« und die im QFN64-Gehäuse verfügbaren »TG230« und »TG840« bieten Flash- Optionen mit 8 KByte, 16 KByte und 32 KByte sowie 2 KByte oder 4 KByte RAM und 24 oder 56 GPIOs. Da die QFN32- und QFN64-Tiny-Gecko-MCUs pin- und softwarekompatibel zu den größeren Gecko-MCUs sind, können Entwickler ihre Arbeit mit Gecko beginnen und später auf Tiny-Gecko migrieren, sobald diese erhältlich sind (voraussichtlich drittes Quartal 2010).

Um die Systemgesamtkosten weiter zu senken, bietet die Tiny-Gecko-Reihe die gleichen Energiesparmerkmale und den Großteil der Peripherie der größeren Gecko-Produkte. Im oberen Segment enthalten die TG840-Bausteine einen 4x24-Segment-LCD-Controller, der weniger als 900 nA Strom verbraucht. Alle Bausteine bieten standardmäßig eine AES-Kodierungs-/Dekodierungs- Engine, die Voraussetzung für viele Wireless-Anwendungen ist. Zur weiteren Peripherie der Tiny- Gecko-MCUs zählen stromsparende UART- und serielle I²C-Schnittstellen, A/D- und D/A-Wandler sowie zahlreiche Zähler und Timer. Einzigartig bei den Gecko-MCUs ist laut Hersteller deren »Peripherie-Reflexsystem«, das parallel zum Standard-32-Bit-ARM-Bus läuft und mit dem die Peripherie autonom (bei abgeschalteter CPU) in Betrieb ist und Daten austauscht. Damit ergeben sich längere Sleep-Perioden und somit eine höhere Energieeinsparung.