Embedded Systems Symposium - Tag 2 Windows, Linux, Android oder doch ein »echtes« RTOS?

Betriebssysteme und Echtzeitanforderungen – dieses schon immer heikle Spannungsfeld wird durch aktuelle Trends wie Linux, Android und Multicore-Architekturen noch brisanter. Welchen Ansätze tatsächlich zu Echtzeit und Systemstabilität führen, zeigt der zweite Tag des Embedded Systems Symposiums.

Natürlich gibt es sie immer noch: Die Hardcore-Echtzeitfreaks, die auch heute noch auf den Einsatz eines Betriebssystems verzichten, um auch noch die letzte Mikrosekunde Reaktionszeit aus ihrer Hardware herauszukitzeln. In der Mehrheit der Embedded-Projekte – vor allem wenn sie auf Multicore-Architekturen basieren – kommt mittlerweile aber ein Betriebssystem zum Einsatz. Doch gleichzeitig sind die Herausforderungen auch hier in den letzten Jahren stark gestiegen, nicht zuletzt durch den vermehrten Einsatz von Linux auch in Echtzeitprojekten oder die wachsende Popularität des aus der Smartphone-Welt bekannten Android-OS.

Entwickler, die in ihrem neuen Projekt auf ein Multicore-System umsteigen wollen, müssen eine Vielzahl von Fragen klären wie Load-Balancing, Echtzeitverhalten, Systemstabilität und Effizienz, aber auch Temperaturmanagement. Und beim Einsatz von Android ist sorgfältig abzuwägen, bei welchen Anwendungen der Einsatz sinnvoll ist und bei welchen nicht. Gerade wenn es auf gemischte Lösungen hinausläuft, tauchen besonders viele und schwierige Fragen auf.

Antworten gibt das Embedded Systems Symposium am 10. Juli 2013 in München in einer Session unter dem Motto »Betriebssysteme und Echtzeit «. Eine Reihe von technischen Fachvorträgen greifen wichtige Aspekte rund um Betriebssysteme und Echtzeit auf und bieten konkrete Lösungsansätze. An einem Tag erhalten Entwickler so in kompakter Form die Informationen, die sie für ihre tägliche Arbeit benötigen.

In seinem Keynote-Vortrag untersucht Andreas Willert, ob sich mit dem Ansatz »Teile und Herrsche« die heutige Systemkomplexität tatsächlich noch im Wortsinn »beherrschen « lässt. Danach spannen die Vorträge von Experten aus der Industrie ein Themenspektrum auf, das von der Softwarearchitektur für den parallelen Einsatz von Windows, Linux, Android und RTOS auf einem Multicoresystem über die Portabilität, die Messbarkeit von Echtzeit-Performance, eine detaillierte Vorstellung des Yocto-Projekts und transparente Echtzeit unter Linux bis hin zur Integration von Smartphones bzw. Tablets mit Embedded Systemen, Randbedingungen für den Einsatz von Android im Embedded-Umfeld und der Optimierung von Betriebssystemen anhand virtueller Prototypen reicht.

Das vollständige Programm der Veranstaltung inklusive der anderen Themen des ersten und zweiten Tages, weitere Informationen und eine Online-Anmeldemöglichkeit finden Interessenten unter www.embedded-systems-symposium.de.