Forum Safety & Security 2017 Kongressprogramm veröffentlicht

Knapp 400 Teilnehmer, Referenten und Aussteller kamen zum letztjährigen 'Forum Safety & Security 2016' nach München.
Knapp 400 Teilnehmer, Referenten und Aussteller kamen zum letztjährigen 'Forum Safety & Security 2016' nach München.

Am 5. und 6. Juli findet in München einmal mehr das ‚Forum Safety & Security‘ statt. Experten beider Fachdisziplinen erörtern im Rahmen des Kongresses mit begleitender Fachausstellung aktuelle Fragstellungen und Lösungsansätze rund um das Thema Sicherheit im Zeitalter des IoT.

Bereits am Vortag (4. Juli) des Kongresses findet ein Basis-Seminar zu Safety & Security statt. Hier können sich Einsteiger mit den Grundlagen der Sicherheitstechnik vertraut machen, bevor es an den beiden folgenden Tagen „ans Eingemachte“ geht. In drei parallel laufenden Sessions greifen die Vortragenden dabei sowohl die Einzelthemen Safety und Security als auch das Zusammenspiel beider Aspekte aus Sicht der Anwendungsbranchen Industrie und Automotive auf und geben Antworten auf alle drängenden Fragen. Dabei wird das Vortragsprogramm den Bogen spannen von den verfügbaren Hard- und Softwarekomponenten, den Tools, Hilfsmitteln und der Zertifizierung bis zum praktischen Einsatz sicherer Systeme in der Fertigung und im Automobil. Dementsprechend liefern die Vorträge klar strukturierte Informationen sowohl für Entwickler von Hard- und Softwarekomponenten als auch für Integratoren sowie Endanwender beispielsweise aus dem Maschinen- und Anlagenbau.

Forum Safety & Security 2017: Einstieg mit Keynote zu »Security im Zeitalter von Industrie 4.0 und IoT«, rechtlichen Aspekten und einem Live-Hack

Mit Daniel Bartz eröffnet ein Embedded-Security-Experte und Mitglied im Chaos Computer Club das Forum Safety & Security am 5. Juli 2017. Bartz zeigt in seiner Keynote den Weg zur sicheren Fabrik auf und umreißt dabei auch brandaktuelle Themen wie Smart-Factory-Apps, Secure Cloud, den Einsatz von Hardware-Sicherheitslösungen wie TPMs und Crypto-Chips sowie die sichere Kommunikation zwischen Steuerungen, Sensoren und Aktoren. »Geben Sie kriminellen Hackern keine Chance!« ist das Motto des Spezialisten für Security und Identifikation bei EBV, der zuvor mehrere Jahre für den Smartcard- und Sicherheitslösungshersteller Giesecke & Devrient tätig war.

Nach der Keynote  erörtert die Juristin Susanne Meiners von NewTec haftungsrechtliche Fragestellungen rund um Industrie 4.0 & Co, erläutert den aktuellen Stand der rechtlichen Diskussion um elektronische Systeme und technische Produkte und gibt Impulse, wie sich Schadensursachen reduzieren und damit Regressansprüche, Rückrufaktionen oder andere (Image-)Schäden abwenden lassen.  Im folgenden Beitrag können die Teilnehmer die Demonstration eines Angriffs  gegen Industriesysteme live erleben. Der Hacking-Experte Martin Sturm, Triforx, zeigt eine ganze Palette von Angriffsszenarien – vom reinen Sammeln von Informationen über die Manipulation bis zur Sabotage des Prozesses.

Im Anschluss werden in zwei parallel laufenden Sessions jeweils die verschiedenen Anforderungsprofile aus den Industrie- sowie Automotive-Märkten diskutiert, eine weitere Session widmet sich den Methoden und Tools, mit denen sich Safety und Security bei der Systementwicklung sicherstellen lassen. Am zweiten Konferenztag steht neben den Vortragssessions auch ein Workshop zum Thema Code Coverage auf Mikrocontrollern auf dem Programm.

Forum Safety & Security 2017: Methoden und Tools für die Entwicklung sicherer Systeme

Im Rahmen des Forums Safety & Security stellt ein eigener Track Methoden und Tools vor, mit denen Entwickler die funktionale Sicherheit und die Security ihrer Systeme sicherstellen können. Am ersten Veranstaltungstag (5. Juli) geht es schwerpunktmäßig um Safety, hier beschäftigen sich die Referenten mit der Frage, wie sich die Anforderungen der Safety-Normen sinnvoll in eigene Embedded-Software-Entwicklungsprozesse integrieren lassen, klären den Begriff der Vermeidbarkeit von Schaden, untersuchen die Umsetzung der ISO 26262 in der modellbasierten Entwicklung und beleuchten den wichtigen Aspekt der Qualifizierung von Tools im Safety-Zusammenhang.

Am zweiten Tag (6. Juli) steht dann zunächst das Zusammenspiel von Safety und Security im Fokus, bevor die Experten verschiedene Tool- und Methodenansätze präsentieren, mit denen Sourcecode, Betriebssysteme und allgemein Daten von Systemen den immer strengeren Security-Vorgaben gerecht werden können. 

Im übrigen Konferenzprogramm werden in zwei parallel laufenden Sessions jeweils die verschiedenen Anforderungsprofile aus den Industrie- sowie Automotive-Märkten diskutiert. Am zweiten Konferenztag steht neben den Vortragssessions zudem ein Workshop zum Thema Code Coverage auf Mikrocontrollern auf dem Programm.

In der Session ‚Industrie‘ beispielsweise geht es unter anderem um folgende Fragestellungen beziehungsweise Detailaspekte der sicheren Automation:

  •     Herausforderung IT-Sicherheit – die Sichtweise der Maschinen- und Anlagenbauer
  •     Wie Security das Umfeld auch für die Safety bereitet
  •     Sie können nicht absichern, was Sie nicht sehen. Und nun?
  •     Linux als Betriebssystem im Hinblick auf die gestiegenen Security Anforderungen
  •     Industry 4.0 – von starren zu adaptiven Anlagen
  •     Wie sich gefährliche Energien sicher beherrschen lassen
  •     Die Umsetzung von Sicherheitsfunktionen auf Basis der ISO 13849
  •     Sichere Detektion von Menschen in der Mensch-Roboter-Kollaboration
  •     Anforderungen der Funktionalen Sicherheit an Produkthersteller der Industrieautomation

Das vollständige Programm sowie weitere Informationen unter anderem zur Teilnahmegebühr finden Sie auf der Homepage des Forums. Bis zum 30. Mai ist eine Anmeldung zum Frühbucherpreis möglich.

Termin: 4.-6. Juli 2017
Location: H4 Hotel Messe München