Keynote-Vortrag Industrie 4.0 –– Herausforderungen für die Entwicklung

Unter dem Buzzword "Industrie 4.0" skizzieren Experten eine durchgehend vernetzte Produktionswelt mit verteilter Intelligenz. Was das für Entwickler bedeutet, skizziert Heike Jordan in ihrem Keynote-Vortrag auf dem Embedded Systems Symposium.

Laut BITKOM steht Industrie 4.0 für eine vernetzte, oft mit dem Internet über Unternehmensgrenzen hinweg verbundene industrielle Produktion. Etwas mehr auf dem Boden der Entwickler-Tatsachen ließe sich dieser Trend übersetzen mit der Netzwerk-Integration oder der vertikalen Integration von Embedded Devices.

Vor wenigen Jahren noch "„dumme“" Endgeräte sind heute mit vielen Funktionen ausgestattet und bidirektional in darüber liegende Informationsverarbeitungsprozesse integriert. Dadurch und durch das Vernetzungspotenzial entstehen jedoch auch neue Fragen und Herausforderungen:

  • Wie lassen sich die Kommunikationswege absichern?
  • Wie die nun „im Netzwerk hängenden“ Geräte vor Manipulation schützen?
  • Wie lassen sich die verteilten Endgeräte möglichst zuverlässig und effizient warten und aktualisieren?
  • Wie konzeptioniert man App-Stores mit oder ohne Android und mit oder ohne Google?
  • Ist Android sicher und nachhaltig genug für industrielle Anwendungen? Welches sind Alternativen?

In ihrem Keynote-Vortrag auf dem Embedded Systems Symposium am 9. Juli 2013 in München geht Heike Jordan von emlix auf diese Punkte ein und widmet sich zudem Fragen, die sich in der zwangsläufig notwendigen Zusammenarbeit zwischen Embedded-IT und Business-IT ergeben - also der Ebene der ERP-, PPP- und anderer Systeme, die in der Regel von der Unternehmens-IT betreut werden. Hier treffen zur Zeit noch Welten aufeinander, die bei der Suche nach Lösungen meist zunächst im angestammten Ideen-Bereich bleiben und die jeweils andere Seite auffordern, sich den resultierenden Anforderungen anzupassen.

Für die Verbindungen zwischen diesen Welten fehlen bisher auch an vielen Stellen noch verbindliche, für beide Seiten umsetzbare Standards. So ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie aktuell dabei, Empfehlungen für die notwendige Betriebssystemsicherheit auf Embedded Ebene zu definieren. Zeithorizont: Ende 2014. Gerade bei Fragen der Daten- und Manipulationssicherheit entstehen derzeit eine Reihe von pragmatischen Einzellösungen mit durchaus verantwortungsbewussten Work-arounds immer dann, wenn Business- und Embedded-IT sich zielorientiert an einen Tisch setzen.

Der Vortrag von Frau Jordan bietet neben einem Überblick über Strukturen der Industrie 4.0 aus der Embedded-Sicht eine Sicht auf den Status quo einiger Industrie 4.0-Embedded-Lösungen und diskutiert Perspektiven, Anforderungen und mögliche Lösungen. Heike Jordan verantwortet bei emlix als Mitglied der Geschäftsleitung insbesondere das Multiprojektmanagement. Als strategische Beraterin ist sie in der konzeptionellen Phase an Entwicklungsprojekten beteiligt. In diesem Zusammenhang beschäftigt sie sich mit der vertikalen Integration von Embedded Devices in unterschiedlichen Branchen.

Das ausführliche Konferenzprogramm mit 11 Sessions und 4 Workshops und Seminaren finden Sie auf der Homepage: www.embedded-systems-symposium.de