Embedded Systeme in der Medizintechnik Entwicklerforum »Embedded goes Medical«

Das DESIGN&ELEKTRONIK-Entwicklerforum Embedded goes medical fokussiert auf die wichtigsten Fragestellungen, die sich beim Einsatz von Embedded Systemen in der Medizin ergeben und präsentiert Lösungen und Ideen, die Entwickler in diesem Bereich suchen.

Das Forum gliedert sich in vier Schwerpunkte:

Session 1: Drahtlose Netzwerke in der Medizin

Die Session bietet Präsentationen zu Bluetooth- und Zigbee-Kommunikationen. Es wird Antworten auf die im Medizinbereich immer wieder wichtige Frage der ständigen Verfügbarkeit von drahtlos gebundenen Diensten geben. Den besonderen Herausforderungen bei der Geräteentwicklung im Bereich Ambient Assisted Living (AAL) ist ein weiterer Vortrag in diesem Block gewidmet, immer auch mit Blick auf die Langzeitverfügbarkeit der Dienste bei oder besser trotz drahtloser Schnittstellen. Außerdem wird ein modulares Biomonitoring-System vorgestellt, die Anforderungen und deren Umsetzungen präsentiert und diskutiert, so dass die Teilnehmer wertvolle Anregungen für die Entwicklung eigener Systeme mitnehmen können.

Session 2: »Bauelemente und Module«

Die Session 2 erläutert den Teilnehmern, welche neuen Bauelemente am Markt verfügbar sind und welche Wirkprinzipien zur Innovation beitragen. Dadurch kann man sich ein eigenes Bild über die Leistungsfähigkeit der vorgestellten Bauelemente und Module machen, die dann wiederum zu einer Verkürzung des time-to-market der eigenen Entwicklung beiträgt. Die Erfassung von EEG/EKG-Daten mittels neuer Bauelemente wird ebenso thematisiert, wie die Erhöhung der Zuverlässigkeit durch die Integration intelligenter MOSFETs. Ebenso werden modulare und skalierbare Lösungen von medizinischen Geräten vorgestellt, die helfen, die Entwicklungszeit zu verkürzen und den Entwicklungsprozess sicherer machen.

Session 3: »Usability«

Die Session 3 beschäftigt sich mit einer sehr wichtige und sehr komplexe Thematik. Fehlbedienungen medizinischer Geräte haben immer eine bittere Konsequenz für den Patienten. Geräte so zu gestalten, dass diese Fehlbedienungen ausgeschlossen werden, dass nur Funktionen angeboten werden, die im aktuellen Szenario sinnvoll sind, Nutzern im Ambient Assisted Living (AAL) eine sichere und verständliche Hilfestellung anzubieten uvm. sind Themen, der sich diese Session zuwendet. Es werden aber auch Fragestellungen besprochen, die sich unmittelbar aus der Medizingeräteanwendung im Operationsraum ergeben. Ein Vertreter des Institutes für computergestützte Chirurgie (ICCAS) wird den Teilnehmern als kompetenter Referent Frage und Antwort stehen.

Session 4: »Entwicklung und Test von Software für biomedizinische Geräte

Die Session 4 es in sich: Gleich zu Beginn wird die Frage diskutiert, welche Methoden Softwareentwickler aus dem Bereich Automotive und Maschinenbau sinnvoll beim Softwaredesign für Medizingeräte übernehmen können. Dies dürfte für alle Um- und Einsteiger in diese Thematik von großem Interesse sein. Fortgesetzt wird diese Session mit Präsentationen zur richtigen, effizienten und sicheren Softwareentwicklung, wobei der Schwerpunkt auf der modellbasierten Softwareentwicklung liegt. Besondere Beachtung verdient hierbei der Vortrag von Andreas Willert, der Erfahrungen bei der Entwicklung seiner mehr als 100 Softwareprojekte preisgibt.

Weil die Gewährleistung der Funktionalität bei Medizingeräten besonders hoch ist, ist der umfassende Test der entwickelten Software besonders wichtig. Zahlreiche Vorträge haben dies zum Inhalt und beleuchten aus unterschiedlichen Blickwinkeln diese Aufgabe. Der Teilnehmer kann sich ein konkretes Bild vom Aufwand einer vollständigen Testabdeckung, aber auch von angebotenen Lösungsideen und Lösungen machen, die ihm helfen, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Und selbstverständlich widmet sich diese Session auch der Softwareentwicklung für Multicore-Systeme. Die ständig wachsenden Anforderungen an Funktionalität und Sicherheit medizinischer Geräte erfordert oft eine große Rechenleistung, die mit Multicore-Systemen bereitgestellt werden kann. Zur Softwareentwicklung für diese Systeme bedarf es zusätzlicher Kenntnisse, um die Leistungsfähigkeit der Hardware optimal ausnutzen zu können. Wertvolle Hinweise erhalten die Teilnehmer in den Vorträgen am Ende der Session.

Das Entwicklerforum Embedded goes Medical findet am 29. September 2010 in Nürnberg statt. Das detaillierte Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf der Website www.embedded-goes-medical.de