Elektronik revolutioniert die Medizintechnik Entwicklerforum Electronics goes medical

Mikroelektronik ist nicht nur eine wichtige Basis für Fortschritt in der Medizintechnik, der notwendige Wandel der Gesundheitssysteme lässt sich nur mit Elektronik realisieren. Die neuesten Trends zeigt das Entwicklerforum Electronics goes medical im Oktober in München.

Am 9. und 10. Oktober können sich Entwickler nicht nur ein Bild der aktuellen Trends und Herausforderungen rund um die breite Anwendung von Elektronik im Medizin- und Life-Science-Bereich machen – das umfangreiche Vortragsangebot eröffnet ihnen zudem die Möglichkeit, sich effektiv und punktgenau das nötige Fachwissen für den Entwurf elektronischer Systeme für die Medizintechnik zu verschaffen.

In seinem einführenden Keynote-Vortrag wird Prof. Dr. Bernhard Wolf vom Heinz-Nixdorf-Lehrstuhl für medizinische Elektronik der TU München zeigen, welche enormen Beiträge elektronische Techniken und Methoden in den letzten 100 Jahren zur Erkenntnis von Prozessen in den Lebenswissenschaften geliefert haben. Nur ein Beispiel: Ohne Rundfunktechnik gäbe es weder EKG-Geräte noch Kernspintomografen. Zudem zeigt Prof. Wolf, wie sich zukünftig Krankheiten mit implantierten Mikrochips therapieren lassen könnten.

Weitere Vorträge in der Einführungssession greifen die Chancen der Mikroelektroniktrends für die Medizintechnik auf, zeigen die erstaunliche Leistung von Retina-Implantaten, widmen sich der Optimierung von Prozessorarchitekturen für moderne Hörgeräte und zeigen, wie moderne Elektronik die Telemedizin Realität werden lässt.

Weil die Sensorik ein zentrales Element fast aller medizintechnischen Anwendungen bildet, befasst sich die folgende Session intensiv mit Techniken zur Erfassung von Vitaldaten wie Pulsfrequenz, Temperatur, EKG oder Blutdruck. Dabei ermöglicht die Mikroelektronik zunehmend den Einsatz von Einwegsensoren – auch diesen Trend greifen die Vortragenden auf.

In der letzten Session des ersten Konferenztags dreht sich alles um die Energieversorgung medizinischer Geräte, die schon im Interesse der Patientensicherheit oft extremen Anforderungen genügen und strenge Normen erfüllen muss. Ob DC/DC-Wandler, Lithiumbatterie oder per Energy Harvesting versorgte Sensoren – nur was eine medizinische Zulassung bekommt, darf mit den Patienten in Kontakt kommen.