Embedded Systems Symposium - Tag 2 Embedded-Software-Projekte richtig managen

Dass auch Embedded Systeme immer komplexer werden, ist eine Binsenweisheit und gilt vor allem für die Software. Ohne Methoden für das Software-Engineering und -Management kommt kaum noch ein Projekt aus. Welche Methoden wirklich Erfolg versprechen, klären Experten am zweiten Tag des Embedded Systems Symposiums.

Software-Engineering ist eine Disziplin, die traditionell vor allem für komplexe Datenbank- oder Unternehmenssoftware zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zu solchen Programmen, die meist auf PCs oder gar Hochleistungsservern laufen, galten Embedded-Software-Projekte früher meist als so klein und überschaubar, dass Software-Engineering oder gar -Management gar nicht in Erwägung gezogen wurden.

Doch die Zeiten haben sich drastisch geändert. Mit der Leistungsfähigkeit von Mikrocontrollern, Betriebssystemen und Peripherie sowie den Anforderungen an die Funktionsvielfalt ist auch die Komplexität der Embedded Systeme geradezu explodiert. Das vielköpfige Software-Entwicklungsteam ist heute eher die Regel als die Ausnahme, und es gilt, ausgefeilte Test- und Verifikationsstrategien zu durchlaufen, damit das Gesamtsystem am Ende wirklich fehlerfrei funktioniert.

Dies gilt nicht nur für die Software eines einzelnen Geräts, sondern auch für verteilte Geräte in einem System. Hierdurch und aufgrund der Nähe zur Hardware ergibt sich eine Reihe von Besonderheiten für das Software-Engineering von Embedded Systemen:

  • Lassen sich Prozessmodelle aus dem klassischen Software-Engineering, wie zum Beispiel agile Prozesse, auch in Embedded Systementwicklungen vorteilhaft einsetzen?
  • Welche Techniken haben sich beim modellgetriebenen Entwurf bewährt?
  • Wie können das Monitoring, das Tracing und der Test von Embedded Software mit den Anforderungen des komplexen Systementwurfs Schritt halten?

Fragen wie diese klärt das Embedded Systems Symposium am 10. Juli 2013 in München im Track »Software-Engineering und Management «. Schon im Keynote-Vortrag zeigt Andreas Willert, dass der Ansatz »Teile und Herrsche« allein nicht mehr ausreicht, um die heutige Systemkomplexität tatsächlich noch im Wortsinn »beherrschen « zu können. Er ist überzeugt, dass es vor allem darauf ankommt, die Software-Architektur von Anfang an optimal auszulegen und stringent beizubehalten.

Im weiteren Verlauf greift eine Reihe von technischen Fachvorträgen die wichtigen Aspekte rund um Software-Engineering und Management auf und zeigt konkrete Ansätze im Detail. An einem Tag erhalten Entwickler so in kompakter Form die Informationen, die sie für ihre tägliche Arbeit benötigen. Das Themenspektrum der Vorträge reicht vom Embedded-Projektmanagement und -Systementwicklung mit agilen Methoden über die Konsistenzprüfung, Security, Tracing, Validierung und Test mit automatischen und modellbasierten Methoden bis zum richtigen Umgang mit portablen Klassen und der Nutzung von Frameworks für die Gestaltung grafischer Benutzerschnittstellen.

Das vollständige Programm der Veranstaltung inklusive der anderen Themen des ersten und zweiten Tages, weitere Informationen und eine Online-Anmeldemöglichkeit finden Interessenten unter www.embedded-systems-symposium.de.