Embedded Systems Symposium - Tag 2 Embedded-Software-Projekte richtig managen

Dass auch Embedded Systeme immer komplexer werden, ist eine Binsenweisheit und gilt vor allem für die Software. Ohne Methoden für das Software-Engineering und -Management kommt kaum noch ein Projekt aus. Welche Methoden wirklich Erfolg versprechen, klären Experten am 17. Juli 2014, dem zweiten Tag des Embedded Systems Symposiums in München.

Software-Engineering ist eine Disziplin, die traditionell vor allem für komplexe Datenbank- oder Unternehmenssoftware zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zu solchen Programmen, die meist auf PCs oder gar Hochleistungsservern laufen, galten Embedded-Software-Projekte früher meist als so klein und überschaubar, dass Software-Engineering oder gar -Management gar nicht in Erwägung gezogen wurden.

Doch die Zeiten haben sich drastisch geändert. Mit der Leistungsfähigkeit von Mikrocontrollern, Betriebssystemen und Peripherie sowie den Anforderungen an die Funktionsvielfalt ist auch die Komplexität der Embedded Systeme geradezu explodiert. Das vielköpfige Software-Entwicklungsteam ist heute eher die Regel als die Ausnahme, und es gilt, ausgefeilte Test- und Verifikationsstrategien zu durchlaufen, damit das Gesamtsystem am Ende wirklich fehlerfrei funktioniert.

Dies gilt nicht nur für die Software eines einzelnen Geräts, sondern auch für verteilte Geräte in einem System. Hierdurch und aufgrund der Nähe zur Hardware ergibt sich eine Reihe von Besonderheiten für das Software-Engineering von Embedded Systemen:

  • Wie lassen sich Embedded-System-Entwicklungen auch ins Lifecycle Management einbeziehen?
  • Wie kann der modellgetriebene Entwurf auch beim Entwurf von Embedded Systemen effizient eingesetzt werden?
  • Wie lassen sich agile Methoden zielgerichtet anwenden, um die erforderliche Stabilität beim Systementwurf mit einer sinnvollen Flexibilität und hohen Effizienz zu kombinieren?
  • Mit welchen strategischen und taktischen Best-Practices lässt sich die Softwareentwicklung entschärfen und beschleunigen?

Fragen wie diese klärt das Embedded Systems Symposium am 10. Juli 2013 in München im Track »Software-Engineering und Management «. Gleich am Morgen – sozusagen zum Aufwärmen – beschäftigen sich zunächst drei Referenten mit dem Management und der Organisation von Softwareprojekten. Hier geht es um Themen wie den »internen Verfall« von Software, das Variantenmanagement oder ein Baukastensystem für die Embedded-Entwicklung.

Im weiteren Verlauf greift eine Reihe von technischen Fachvorträgen die wichtigen Aspekte rund um Software-Engineering und Management auf und zeigt konkrete Ansätze im Detail. An einem Tag erhalten Entwickler so in kompakter Form die Informationen, die sie für ihre tägliche Arbeit benötigen. Das Themenspektrum der Vorträge reicht von UML und dem modellbasierten Entwurf über rechtliche und sicherheitstechnische Aspekte im Zusammenhang mit dem Einsatz agiler Entwicklungsmodelle bis zu strategischen und taktischen Ansätzen wie dem Umgehen von Sicherheitsfallen der Programmiersprache C oder dem effektiven Einsatz von Softwarebibliotheken für Mikrocontroller.

Das vollständige Programm der Veranstaltung inklusive der anderen Themen des ersten und zweiten Tages, weitere Informationen und eine Online-Anmeldemöglichkeit finden Interessenten unter www.embedded-systems-symposium.de.