Embedded Computing / Testspezifizierung Automatisierung von IP- bis auf SoC-Ebene

Bild 1: Das PSS-Ziel: Eine einzige Testbeschreibung auf
IP-, Subsystem- und SoC-Ebene.
Bild 1: Das PSS-Ziel: Eine einzige Testbeschreibung auf IP-, Subsystem- und SoC-Ebene.

Portable-Stimulus-Tools erweitern die Abstraktionsebene der Testbeschreibung und modellieren, die mit gezielten und zufälligen Tests auf Transaktionsebene, nur schwer erstellbaren Szenarien. Die Automatisierung komplexer Prüfszenarien auf Subsystem-/SoC-Ebene mit den PSS-Tools wird vorgestellt.

Die Optimierung der Produktivität und Ergebnisqualität in der Designverifikation wird zurzeit intensiv diskutiert. In der Vergangenheit steigerten Techniken auf Blockebene, wie die Erzeugung zufälliger Transaktionen, die funktionale Abdeckung und die UVM, Qualität und Produktivität der Verifikation erheblich. Die Verifikation auf Subsystem- und SoC-Ebene gestaltete sich dagegen weiterhin sehr schwierig. Ein neuer Ansatz ist notwendig.

Sowohl kommerzielle als auch offene Werkzeuge zielen auf produktive wie effiziente Verifikation. Mentors kommerzielles Questa inFact steigert mit dem Abstraktionsniveau die Produktivität und Effizienz der Testerzeugung in vielen Umgebungen. Mit steigendem Bedarf an automatisierten Tests über die Blockebene hinaus, wird eine standardisierte Eingabe-Spezifikationssprache dafür gefordert. Deshalb gründete Accellera die Initiative Portable Stimulus Working Group (PSWG), der auch Mentor angehört. Die PSWG soll Anforderungen erheben und technologische Beiträge sammeln, um die standardisierte Eingabesprache für unterschiedliche Plattformen zu spezifizieren.

Bild 1 zeigt die Ziele von Portable Stimulus: Dessen Testbeschreibung soll sämtliche Verifikationen auf IP-, Subsystem- und SoC-Ebene abdecken. Weiterhin sollen Testvorhaben auf die eingesetzte Verifikationsumgebung zugeschnitten sein.

Portable Stimulus hebt aber nicht sämtliche Beschreibungen auf eine einzige Abstraktionsebene oder limitiert die Teststeuerung. Diverse Elemente der Portable Stimulus-Spezifikation, die aktuell von der PSWG entwickelt werden, bieten Anwendern die Flexibilität, Testziele in der für ihre Verifikationsaufgabe am logischsten Art zu beschreiben.
Weiteres Ziel ist es, diese hocheffizienten, automatisierten Tests portierbar zu gestalten.

Accelleras Portable-Stimulus-Spezifikation (PSS) soll nicht C/C++ oder SystemVerilog (SV) ersetzen, sondern bietet Mechanismen zur Wiederverwendung des in diesen Sprachen beschriebenen Verhaltens.