Reaktion auf rote Zahlen Würth Elektronik schließt Produktion in Pforzheim

Impulswiderstände auf einer Leiterplatte
Impulswiderstände auf einer Leiterplatte

Aus wirtschaftlichen Gründen schließt der Produktionsstandort Würth Elektronik FLATcomp Systems Ende August 2012. Den 29 Mitarbeitern wurden alternative Arbeitsangebote an anderen Standorten innerhalb der Firmengruppe unterbreitet.

Die Geschäftstätigkeit wird auf andere Standorte und Gesellschaften der Unternehmensgruppe verlagert.

Das Geschäftsmodell, Produktion und Verkauf von veredelten Leiterplatten, war in Pforzheim nicht ertragreich. Das Geschäftsjahr 2011 endete mit einem Umsatzeinbruch von – 18,3 Prozent zum Vorjahr, mit weiter negativ verlaufender Tendenz im Geschäfts-jahr 2012. Bereits im Jahr 2010 war ein erheblich negatives Betriebsergebnis erzielt worden. Unter anderem war das Betriebsgebäude zu groß. Bis zum Jahr 2009 wurden dort Leiterplatten produziert. Dann spezialisiert sich der Elektronikexperte unter dem Namen Würth Elektronik FLATcomp Systems auf die Veredelung von Leiterplatten und Polymerdruck-Technologie. Die betriebliche Infrastruktur zeigte sich jedoch als zu überdimensioniert und kostenintensiv. Eine vollständige Schließung des Standorts Pforzheim wurde daher jetzt von Seiten der Geschäftsleitung von Würth Elektronik als unumgänglich angesehen. Die Drucklinien werden zum Standort Schopfheim (Schwarzwald) und nach Öhringen (Hohenlohe) verlagert, um die Kunden von dort aus weiter zu bedienen. Optionen für eine zukünftige Nutzung des Produktionsgebäudes in Pforzheim sowie eine mögliche Veräußerung an neue Eigentümer werden derzeit geprüft.

Alle Möglichkeiten, die Mitarbeiter an anderen Standorten der Würth Elektronik und innerhalb des Würth-Konzerns weiterzubeschäftigen, wurden intensiv geprüft und persönlich mit den Betroffenen besprochen. Aktuell bietet das Unternehmen gut der Hälfte der Beschäftigten Alternativen zur Kündigung. In enger Abstimmung zwischen Geschäftsleitung, Betriebsrat und Gewerkschaft, wurde für die restlichen Mitarbeiter ein Sozialplan abgestimmt, der die Folgen für die Betroffenen großzügig abfedern soll.