Würth Elektronik Großbrand im Leiterplattenwerk Niedernhall

Ein Großbrand im Leiterplattenwerk von Würth Elektronik hat Teile der Produktion und Verwaltung am Standort Niedernhall (Baden-Württemberg) zerstört. Nach Angaben der Feuerwehr gab es keine Verletzten und es bestand keine Gefahr für Anwohner und Umwelt.

Aus noch ungeklärter Ursache entwickelte sich in der Nacht vom 27. auf den 28. Dezember 2014 ein Großbrand im Leiterplattenwerk von Würth Elektronik am Standort in Niedernhall. Das Feuer zerstörte Teile der Produktion und des Verwaltungsgebäudes. Erste Schätzungen beziffern den Schaden auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Insbesondere das schnelle Eingreifen von 180 Feuerwehrleuten aus acht Wehren mit über 30 Einsatzfahrzeugen, konnte das Übergreifen des Feuers auf weitere Produktionsbereiche verhindern. Glücklicherweise wurde bei dem Brand niemand verletzt. Zu dieser Zeit ruhte die Produktion aufgrund der Weihnachtsfeiertage.

Für die Anwohner bestand, laut Angaben der Feuerwehr, zu keiner Zeit eine Gefahr. Aus Sicherheitsgründen wurden die Anwohner aber gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gewässerproben zeigen keine Verunreinigung. Die Kriminalpolizei hat Untersuchungen zur Brandursache aufgenommen.

Die Leiterplattenwerke von Würth Elektronik in Rot am See und Schopfheim sind von dem Schadenereignis nicht betroffen und arbeiten autark weiter. Auch die selbstständigen Unternehmensbereiche »Elektronische & Elektromechanische Bauelemente« (eiSos) mit Sitz in Waldenburg und »Intelligente Systeme« (ICS) mit Sitz in Niedernhall-Waldzimmern sind nicht betroffen und können Ihre Geschäftstätigkeit uneingeschränkt fortsetzen.

Wie eine Unternehmenssprecherin gegenüber dem Fernsehsender SWR am Montag, dem 29.12. bekanntgab, sollen die rund 360 Mitarbeiter in Niedernhall in den vom Brand nicht betroffenen Gebäudeteilen weiterarbeiten oder in der Umgebung unterkommen. Die Teile der Produktion, die nicht vor Ort weitergeführt werden können, sollen entweder nach Rot am See oder nach Schopfheim verlagert werden. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn hat unterdessen einen Brandsachverständigen mit Ermittlungen beauftragt. Mit einem Ergebnis wird erst in einigen Wochen gerechnet.