Heraeus Abgestimmte Materialsysteme für die Leistungselektronik

Optimierte Bondbändchen auf Kupferoberflächen für hohe Stromtragfähigkeit.
Optimierte Bondbändchen auf Kupferoberflächen für hohe Stromtragfähigkeit.

Zukünftig will Heraeus als Systemlieferant und Lösungsanbieter Material, Know-how und Dienstleistungsgedanke verbinden. Um kundenseitig aufeinander abgestimmte Materialsysteme anbieten zu können, bündelt ein neues Applikationszentrum in Hanau Kompetenzen an einem Ort.

Bereits heute liefert Heraeus auf dem Gebiet der Aufbau- und Verbindungstechnik (AVT) leistungsfähige Produkte. Dies erweitert der Technologiekonzern nun um aufeinander abgestimmte Materialien für Anwendungen in der Elektronik, vor allem der Leistungselektronik. Eines von vielen Beispielen ist die bewährte Silber-Sinterpaste, die unter Verwendung von speziell abgestimmten Substraten mit funktionaler Oberfläche langzeitstabile Verbindungen ermöglicht.

Am Messestand in der Halle 6, Stand 205 wird auch eine Maschine der Firma Hesse vertreten sein, um die gute Verwendbarkeit der Materialien des Unternehmens zu demonstrieren. Die aufgestellte Maschine ist ein Ultraschall-Wedge-Wedge-Bonder, der für den vollautomatischen Produktionsprozess in der Halbleitertechnik (Chips, IGBTs, Solarzellen, LEDs) eingesetzt wird. Die Maschine bondet mit einer Geschwindigkeit von drei Drähten pro Sekunde und verarbeitet sowohl Drähte (50 µm bis 600 µm) als auch Bändchen/Ribbons (750 µm x 100 µm bis 2000 µm x 400 µm) verschiedenster Materialien von Heraeus, z.B. »Power Cu Soft«, ein optimierter Kupfer-Bonddraht.

Um dazu die Entwicklung vorqualifizierter oder vorgefertigter Materialsysteme voranzutreiben, hat Heraeus an seinem Stammsitz in Hanau ein neues Applikations- und F&E-Zentrum für die Elektronik/-Leistungselektronik eingerichtet. In den dortigen Reinraum- sowie ESD-Laboren entwickeln Ingenieure, Techniker und Spezialisten für den Bereich der Aufbau- und Verbindungstechnik neue Materialien und Materialsysteme, bauen Prototypen und Module und testen diese nach Kundenspezifikationen und Anwendungsanforderungen.

Ralph Merget, Marketing Material Systems, erklärt die Hintergründe: »Als Technologieunternehmen wollen wir Gesamtpakete und Lösungen im Sinne unserer Systemstrategie anbieten. Der Anwendernutzen liegt auf der Hand. Wir treten mit unseren Kunden und Anwendern in einen innovativen, partnerschaftlichen Austausch, stimmen Prozess- und Entwicklungsfähigkeiten besser aufeinander ab und reduzieren so Entwicklungszeit und -kosten.«