Rundsteckverbinder Von M5 bis M58

Rundsteckverbinder - von M5 bis M58 - haben sich in der Industrie unentbehrlich gemacht. In nahezu allen Bereichen sind sie seit Jahrzehnten in vielfältiger Weise im Einsatz. Ob in der Automatisierung, bei Infrastrukturprojekten oder in der Gebäudetechnik - ihre Vielfalt und Flexibilität und nicht zuletzt ihre ständige Weiterentwicklung machen diese Steckverbinder unersetzlich.

Reichte es früher meist aus, wenn die Steckverbinder robust waren, so kommen heute immer neue Anforderungen hinzu. Ein großer Vorteil liegt in den standardisierten Abmessungen der Gerätestecker. Das ermöglicht den Anwendern einen eindeutigen Gehäuseaufbau - unabhängig von der zu übertragenden Signalart. Die Kabelseite kann in vielen unterschiedlichen Anschlusstechniken ausgeführt werden. Dadurch wiederum kann der Anwender das für ihn passende Produkt auswählen - von der industriellen Massenverarbeitung bis hin zu feldkonfektionierten Varianten. Die Einbaubuchsen können zudem in THR-Technologie (Through Hole Reflow) automatisiert auf der Leiterplatte bestückt werden.

Die Rundsteckverbinder werden bei Coninvers, einer Tochterfirma von Phoenix Contact und deren Competence-Center für Rundsteckverbinder, ständig weiterentwickelt. Mit der kompakten Baugröße M12 können nun sowohl Signale als auch Daten und Leistung sicher übertragen werden - bis 630 V und 12 A. In der Vergangenheit kamen M12-Steckverbinder in einem Umfeld von 24 V oder 48 V zum Einsatz. Weil man nicht einfach einen 600-V-Stecker, der nahezu gleich aussieht, in den Markt einführen kann, ohne dass er absolut sicher codiert ist, wurden die Stecker in zwei Bereiche mit unterschiedlicher Kodierung unterteilt: den »M12 Power« für 63 V (DC) und kleiner ohne Schutzerde (PE) und den Leistungsstecker für bis zu 630 V (AC) und 12 A. Dieser Leistungsstecker bietet einen weiteren Vorteil: Dieser M12-Leistungssteckverbinder verfügt über eine Schutzerdung, die bei der Anbindung auf die Rändelmutter übertragen wird. So kann der Anwender sicher sein, dass alle metallischen Teile des Steckverbinders geerdet sind. In welchen Märkten der M12-Leistungssteckverbinder möglicherweise noch zum Einsatz kommen wird, lässt sich heute noch nicht abschätzen. Zunächst ist der T-kodierte M12 Power bis 63 V und 12 A prädestiniert für kleinere Motoren, Feldverteilerboxen, feldbusgesteuerte I/O-Boxen, Netzgeräte und Ventil-Applikationen. Der S-kodierte Leistungsstecker für 630 V und 12 A wird vor allem in Servomotoren, Wechselrichtern, Motorschaltern und Motorstartern Verwendung finden. Aber auch darüber hinaus gibt es bereits Anwendungen, etwa in LED-Lampen oder im Outdoor-Bereich.

Kompatibel zu den Standards

Auch bei den größeren Steckverbindern schreitet die Entwicklung voran. Die Produktfamilie »M23 Advance« etwa ist kompatibel zu den Standards am Markt und bringt ebenfalls Vorteile für den Anwender, beispielsweise eine leichtere Konfektionierbarkeit und eine einfachere Montage des Isolierkörpers, der von hinten montiert und von vorne wieder gelöst werden kann. Ein weiterer Vorteil dieser Signalsteckverbinder-Baureihe besteht darin, dass alle Module eines Steckers mit einer Artikelnummer bestellt werden können.

Zudem erhalten alle Rundsteckverbinder von M17 bis M40 ein komplett neues Gehäusedesign, und sie können nun über Farbringe kodiert werden (Bild 1). Alle Steckverbinderserien werden optional mit der Schnellverriegelung »Speedcon« ausgestattet. Damit wird der Stecker mit etwa einer Viertelumdrehung vibrationsfest verriegelt. Außerdem gibt es eine Open/Closed-Kennzeichnung, sodass der Anwender den Zustand auf einen Blick erkennt.

Praktisch sind auch die umspritzten Rundsteckverbinder von M17 bis M40. Auch wenn diese Steckverbinder vor allem in der Antriebstechnik zum Einsatz kommen, sieht Phoenix Contact darüber hinaus weitere Einsatzmöglichkeiten. So ist aufgrund der Verwendung von umweltbeständigen Materialien der Outdoor-Einsatz möglich. Wichtig ist aber vor allem, dass der Anwender ein fertiges Produkt geliefert bekommt und sich dann damit auf seine Kernkompetenzen konzentrieren kann. Er braucht weder Crimp-Zange noch Verarbeitungswerkzeuge.

Über den Autor:

Tobias Müller ist Leiter Sales, Marketing und Communications bei Coninvers, einer Tochtergesellschaft von Phoenix Contact.