»Intelligente« Belüftungslösungen Smart and the City

Mittlerweile sind nicht mehr nur Menschen vernetzt, sondern auch Maschinen, Prozesse, Fabriken und öffentliche Räume – das Fundament für smarte Städte. Wie könnte das Leben dort aussehen? Und wie lässt sich die dafür nötige sensible Elektronik schützen?

Was wie Zukunftsmusik klingt, ist in einigen Großstädten in ersten Applikationen bereits Realität. Ein Anwendungsbereich, in dem sich die Energieeffizienz signifikant steigern ließe, ist die Straßenbeleuchtung, die vielerorts noch durch Zeitschaltuhren gesteuert wird. Hier richtet sich die Beleuchtungsdauer nach der Uhrzeit anstelle der tatsächlich erforderlichen Helligkeit. Wesentlich effizienter ist eine Steuerung mithilfe von Helligkeitssensoren, welche die Lampen nach Bedarf anschalten, und der Einsatz zusätzlicher Bewegungssensoren, die auf Fußgänger und Autos reagieren und die Beleuchtung in diesem Moment an- und danach wieder ausschalten.

Ebenfalls großes Optimierungspotenzial bieten städtische Entsorgungsnetze: Abfalleimer können mithilfe von Sensoren selbst erkennen und melden, wann sie geleert werden müssen. Dadurch lassen sich die Entleerungsfahrten der Müllabfuhr optimieren, da sie nur noch Abfallcontainer anfahren muss, die tatsächlich voll sind.

Diese Smart-City-Anwendungen basieren auf Sensoren, Steuergeräten, WLAN- und Funkmodulen – sensiblen Elektronikkomponenten, die rauen Witterungsbedingungen und Umwelteinflüssen standhalten müssen. Je essenzieller die Funktionen für das städtische Leben sind, desto wichtiger ist es, dass die empfindlichen Bauteile trotz Wind und Wetter zuverlässig funktionieren und eine lange Lebensdauer gewährleisten. Das heißt, die Elektronikgehäuse müssen vor Schmutzpartikeln und Flüssigkeiten geschützt werden, da sie zu Korrosion und Kurzschlüssen führen können.

Um dies zu verhindern, müssen Druckdifferenzen, die durch Temperaturschwankungen entstehen und eine enorme Belastung für die Dichtungen darstellen, ausgeglichen werden. Jedes Mal, wenn die Temperatur in einem elektronischen Gehäuse steigt, dehnt sich die Luft aus und drückt die Dichtungen nach außen. Fällt die Temperatur ab, zieht sich die Luft im Inneren zusammen und der entstehende Unterdruck zieht die Dichtungen nach innen. Über die Zeit führt dies zu Ermüdungserscheinungen und das Risiko steigt, dass Flüssigkeiten und Schmutz eindringen und die Elektronik beschädigen.