Vacuumschmelze Kompetenzzentrum für Rascherstarrung eröffnet

Ziel des Kompetenzzentrums für Rascherstarrung der Vacuumschmelze (VAC) ist die Optimierung und Weiterentwicklung von Legierungen und Prozesstechnologien, um die Einführung leistungsfähigerer Produkte zu beschleunigen.
Ziel des Kompetenzzentrums für Rascherstarrung der Vacuumschmelze (VAC) ist die Optimierung und Weiterentwicklung von Legierungen und Prozesstechnologien, um die Einführung leistungsfähigerer Produkte zu beschleunigen.

Als einer der Pioniere auf dem Gebiet der Rascherstarrung hat die Vacuumschmelze (VAC) ein neues Kompetenzzentrum zur Gießtechnologie gegründet. Ziel ist die Optimierung und Weiterentwicklung von Legierungen und Prozesstechnologien, um die Einführung leistungsfähigerer Produkte zu beschleunigen.

Die Vacuumschmelze, kurz VAC, beherrscht seit Langem die Rascherstattungstechnik für anspruchsvolle Anwendungen. Mithilfe dieser Technik lassen sich amorphe Metallbänder in 0,2 mm bis 0,05 mm Dicke herstellen. Flüssige Metallschmelze wird bei diesem Prozess auf eine schnell rotierende Kühlwalze gedrückt, auf der sie erstarrt. Damit erreicht man sehr hohe Abkühlgeschwindigkeiten von ca. 1 Million Kelvin pro Sekunde. Auf diese Weise entstehen dünne amorphe Bänder in Breiten zwischen 0,5 mm und 125 mm.

Über diese Wärmebehandlung können die amorphen Materialien in einen nanokristallinen Zustand überführt werden. Amorphe und nanokristalline Legierungen spielen eine zentrale Rolle in einer Reihe anspruchsvoller, hochleistungsfähiger Produkte wie Magnetkerne, induktive Bauelemente, Stromwandler, EMV-Drosseln, Fehlerstromschutzschalter, Abschirmfolien sowie Lötfolien, die gegen hohe Temperaturen beständig sind und in Abgasrückführungssystemen eingesetzt werden.

Durch Einführen neuer Prozesstechniken sowie einer optimierten Sensorik, um die Prozesse besser zu kontrollieren, möchte die VAC neue Produkte schneller in neue Märkte einführen. So ist geplant, die derzeitige maximale Folienbreite auf über 200 mm zu verdoppeln. Gleichzeitig will man dünnerer Folien herstellen, und schließlich soll es die Verbesserung der Gießtechnik auch ermöglichen, neuartige Legierungen mit hoher Sättigungsinduktion bis 1,8 Tesla herzustellen. Damit erhofft sich die VAC, neue Märkte in den Bereichen drahtlose Daten- und Energieübertragungssysteme oder EMV-Drosseln zur Reduzierung von Gleichtaktstörungen in Elektromotoren zu erschließen sowie bei Photovoltaik- oder Windgleichrichtern.

»Unser Team aus Physikern, Materialwissenschaftlern, Maschinenbauern und Automatisierungsexperten hat anhand umfangreicher Analysen der aktuellen Gießtechnologie die wichtigsten Themenfelder identifiziert und geeignete Arbeitspakete erstellt«, betont Thomas Hartmann, Leiter des Kompetenzzentrums Rascherstarrung bei der VAC. Er ergänzt: »Zudem streben wir Kooperationen mit industriellen und universitären Partnern an, um gemeinsam die nächste Generation Gießanlagen für die Anforderungen unserer Kunden zu entwickeln.«