Seit 2012 in der Schwebe Kemet darf NEC Tokin endlich übernehmen

Per-Olof Loof, Kemet
Per-Olof Loof, CEO von Kemet, darf endlich NEC Tokin übernehmen.

»Was lange währt, wird endlich gut«, mag sich Per Loof, der CEO von Kemet, bei der nun verkündeten Übernahme von NEC Tokin zum 10. April 2017 gedacht haben. Im März 2012 hatte er damit begonnen, dann aber kamen Ermittlungen gegen NEC Tokin wegen Antitrust-Verstößen dazwischen.

Kemet hat eine endgültige Vereinbarung unterzeichnet, NEC Tokin von NEC zu erwerben. Der Abschluss der Transaktion soll am oder um den 10. April 2017 liegen. Danach wird NEC Tokin seinen Namen auf Tokin ändern und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Kemet werden.

Um die Akquisition zu erleichtern, wird NEC Tokin ihre EMD-Abteilung (Elektromechanische Komponenten) für rund 48,2 Mrd. Japanishen Yen oder rund 422 Mio. US-Dollar an die NTJ Holdings 1 verkaufen, eine Zweckgesellschaft, die von Japan Industrial Partners betrieben wird. Der Erlös dieser Transaktion wird teilweise zur Rückzahlung der internen Schulden von NEC verwendet, was zu einer im Wesentlichen schuldenfreien Bilanz von NEC Tokin führt, sobald diese von Kemet erworben wurde.

Unter den Bedingungen des endgültigen Aktienkaufvertrags zahlt Kemet an NEC 6,0 Mrd. Yen oder etwa 52,5 Mio. US-Dollar plus die Hälfte des verbleibenden Betrages aus dem Verkauf des EMD-Geschäfts. NEC Tokin wird auch einen Teil des Netto-Cash-Erlös aus dem Verkauf des EMD-Geschäfts nutzen, um die ausstehende Verschuldung von NEC Tokin gegenüber NEC, die derzeit 25,4 Mrd. Yen oder etwa 222,4 Mio. US-Dollar beträgt, in vollem Umfang zurückzuzahlen. Basierend auf aktuellen Schätzungen, wird es nach allen Zahlungen an NEC effektiv zu einem Netto-Cash-Zufluss zu NEC Tokin und Kemet kommen.

»Wir freuen uns, diese Akquisition so positiv zu Ende zu bringen. Es war ein langer Weg mit harten Arbeit von vielen Mitarbeiter bei Kemet und NEC Tokin. Wir glauben, dass diese Kombination unserer Technologien und Produkte uns in den kommenden Geschäftsjahren einen positiven Wert für unsere Aktionäre haben wird«, resümiert Per Loof, Chief Executive Officer von Kemet, die Übernahme.