EBV Elektronik Rundes Board

FPGAs und Mikrocontroller konvergieren zunehmend und bieten somit viele gestalterische Möglichkeiten und Vorteile. EBV hat mit »SoCrates« ein Entwicklungsboard für die neuen SoC-Familien von Altera kreiert.

Bislang benötigten leistungsfähige Lösungen beispielsweise für die schnelle Datenverarbeitung oft zwei separate Chips: einen Mikrocontroller und ein FPGA. Allerdings ist deren Integration in ein System alles andere als trivial. Oft starten Entwickler ihr Design daher mit einem komplexen Entwicklungsboard mit vielen Funktionen, die sie in ihrem Design gar nicht benötigen. Daher finden sie es laut EBV auch recht schwierig, das Projekt zu erstellen, und enden oft bei komplexeren Layouts und teureren Komponenten, als sie wirklich brauchen.
Für solche Fälle unterstützt EBV seine Kunden nun bei der Inte-gration mit dem kreisrunden Ent-wicklungsboard »SoCrates« mit 10 cm Durchmesser. Hauptbestand-teil des SoCrates-Board ist das SoC vom Typ »Cyclone V« von Altera. Es bietet auch Treiber für Gigabit-Ethernet, USB und CAN und viele GPIOs sowie eine TFT-Schnittstelle und einen Kameraeingang. Auf dem Board kann Linux als Betriebssystem laufen. SoCrates eignet sich beispielsweise als Embedded-Controller für grafische Benutzeroberflächen, es kann aber auch Bilder vom Kameraeingang kodieren und so als Video-over-IP-Referenzdesign dienen.
EBV unterstützt natürlich Alteras Design-Flow, bietet aber auch weitere Softwarelösungen an. Da Linux einen Treiber für jede Komponente verlangt, wird das Unternehmen ein eigenes Board-Support-Package für alle Hardwarekomponenten auf dem Bord anbieten. Darüber hinaus kann der Distributor auf ein Netzwerk von Softwarepartnern zurückgreifen.
Anwendungen, die solche FPGA-SoCs nutzen, sind Solar- und Antriebsumrichter, industrielle Steuerungen und die Feldbus-Kommunikation, aber auch die Hausautomatisierung, Fahrerassistenzsysteme und die Medizintechnik, beispielsweise für die Endoskopie.