Disruptive Trends Prognose für den Einzelhandel 2017

Einkaufstechnologie.
Einkaufstechnologie.

Die Software AG prognostiziert sechs Einzelhandelstrends für das Geschäftsjahr 2017. Demzufolge setzt das Vertriebs- und Erfüllungsmodell von Amazon weiterhin die Messlatte.

Auch 2017 werden Einzelhändler Technologien für Aufgaben wie Bestandsführung, Kaufabwicklung und das Kundenfeedback einsetzen. Nach Studie der Software AG werden dabei vor allem sechs Trends wichtig:

  1. Neue Wege durch »Amazonisierung«.

    Die zunehmende »Amazonisierung« des Einzelhandels zwingt Markteinsteiger wie etablierte Einzelhändler dazu, ihre Produkte bedarfsgerecht an kaufwillige und oftmals ungeduldige Verbraucher auf neuen Wegen abzusetzen.

  2. »Channel-Hopping« wird immer beliebter.

    Einzelhändler stellen sich schnell auf veränderliche Gegebenheiten ein und nutzen neue Kanäle für den engeren Kundenkontakt. Dabei setzen sie u. a. auf »Conversational Commerce« – die Kommunikation z. B. mit Bots in Messenger-Diensten soll letztlich zum Kauf führen.

  3. Echtzeittransparenz des Lagerbestands.

    Der Echtzeitbestand wird Realität, da immer mehr Einzelhändler erkennen, dass ein Komplettaustausch der zentralen Systeme für Warenwirtschaft, Lagerhaltung und Ladengeschäft nicht die beste oder schnellste Lösung ist. Erfolgreiche Händler suchen nach anderen Lösungen und kombinieren z. B. »In-Memory-Caching« mit »High-Speed-Messaging«, um für alle Standorte, Kanäle, Ladengeschäfte und Warenlieferungen die Lagerbestände in Echtzeit darzustellen.

  4. Ladengeschäfte werden zu einem Einkaufserlebnis für Kunden.

    Beim Betreten eines Ladengeschäfts erwarten die Kunden technische Spielereien. Daher werden die Einzelhändler sie mit ungewöhnlichen Dingen überraschen: Roboter als Wegweiser, Selbstbedienungskioske für Bestellungen und Zauberspiegel zur Kleideranprobe.

  5. Küchen der Zukunft.

    Das Internet der Dinge hält Einzug in die Küche. Mit Sprachgesteuerten Internetdiensten können Verbraucher ihre Einkaufslisten verwalten. »Conversational Commerce« soll als Vorstufe der künstlichen Intelligenz in den nächsten Jahren in „Cognitive Commerce“ münden und so zur stärkeren Kundeneinbindung führen.

  6. Kundenwünsche besser einschätzen.  

    Durch die vorausschauende Analyse von Kundeneindrücken können Einzelhändler den Erwartungen ihrer Kunden immer früher im Verkaufsprozess gerecht werden. So schaffen sie emotionale Markenbindung und antizipieren die Kundenwünsche mit ihrem Angebot.