Distribution Im Dienste der Entwickler

Produktzyklen werden immer kürzer, entsprechend auch die »Time to Market«. In der schnelllebigen Elektronikbranche kommen ständig innovative Produkte und neue Technologien auf den Markt. Und immer wieder zeichnen sich neue Trends ab. Diesen Ansprüchen muss sich auch die Distribution stellen.

Ob Euro-Krise, Themen wie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit oder Naturkatastrophen - die Elektronikbranche muss sich den permanent komplexer werdenden Anforderungen an ihre Produkte und dem umfangreicheren Angebot an Technologien stellen. Zudem sieht sie sich generell in einem extrem dynamischen Umfeld immer neuen Herausforderungen gegenüber.

Hier sind beratungsstarke Distributoren gefordert, die sich mehr denn je als kompetente Dienstleister beweisen müssen. Henskes beispielsweise setzt dabei nicht allein auf langjährige Erfahrung, sondern vor allem auf lösungsorientiertes Denken, das sich durch alle Bereiche zieht. Dort ist man überzeugt, dass Distributoren heutzutage vor allem mit maßgeschneiderten Vorschlägen und Lösungen punkten. Denn diese können Kunden echte Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Mit modernen Werkzeugen und einer engen Kommunikation zwischen Kunden und Lieferanten kann ein Distributor Elektronikentwicklern helfen, ihre Bauelemente sinnvoll auszuwählen. Zudem lassen sich dadurch schwankende Lieferzeiten kompensieren und eine hohe Verfügbarkeit des Produktportfolios sicherstellen. Um helfen zu können, muss ein Distributor auch kommende Technologien verstehen, um sie gemeinsam mit dem Kunden umsetzen zu können.

Als inhabergeführtes Unternehmen kann man bei Henskes unabhängig agieren. Der große Vorteil, den das vergleichsweise überschaubares Angebot an Lieferanten mit sich bringt: enge persönliche Kontakte zu den Herstellern, die langjährig gewachsen sind und sorgfältig gepflegt werden. So kann der Distributor auch gemeinsame Besuche mit den Spezialisten der Hersteller beim Kunden organisieren.

Katastrophen wie Fukushima oder die Überschwemmungen in Thailand im Jahr 2011 haben gezeigt, wie wichtig es ist, Partner mit mehreren Fertigungsstandorten zu haben. So lässt sich selbst bei langen Ausfällen in einer Produktionsstätte die Lieferfähigkeit insgesamt sicherstellen. Im unübersichtlichen Markt müssen sich Entwickler auf gleichbleibende Qualität verlassen können: Hersteller und Distributoren wie Henskes bringen daher alle notwendigen Zertifizierungen mit - ob ISO, Umwelt, Export (AEO), CE oder Automotive.

Ständige Schulungen für die Mitarbeiter sollen deren hohe technische Kompetenz sicherstellen. Nur so können diese ihre Kunden bei Neuentwicklungen und Projekten sinnvoll unterstützen. Henskes stellt dafür unter anderem Entwicklungsboards zum Testen von neuen Produkten zur Verfügung. Die logistische Unterstützung beinhaltet darüber hinaus beispielsweise Sicherheitslager, Barcode-Kennzeichnung, VMI, Konsignationslager, EDI, Just-in-Time-Lieferungen und den Verzicht auf Mindermengenzuschläge.

Ein weiteres wichtiges Thema: Wie können Kunden Kosten sparen? Dazu informiert Henskes seine Kunden regelmäßig und stellt neue Produkte vor, die zum Beispiel beim Energiesparen sowie bei der Platz- und  Bauteilereduzierung und somit bei der Kostensenkung helfen. EOL-Garantien (End of Life) der Hersteller sind gerade auf von der Konsumelektronik getriebenen Märkten ein nicht zu verachtender Vorteil beim Design-in. Umwelt und Nachhaltigkeit sind weitere Themen. So setzt der Distributor bei der Produktauswahl auf umweltschonende Materialien beziehungsweise auf die Reduzierung des Risikos für Mensch und Natur durch Vermeidung von SVHC-Stoffen.

Der Distributor als Entwickler

Besonders wichtig ist für Henskes die Unterstützung beim sogenannten Customer-Design für kleine und mittlere Stückzahlen. Zudem geht der Distributor auch eher unkonventionelle Wege und setzt auf Eigenentwicklungen. So hat man bei Henskes schon eigene Produkte entwickelt und verkauft, wenn auch bislang in kleinen Stückzahlen, wenn man ein Produkt für sinnvoll erachtete, das es so nicht am Markt gibt. Ein Beispiel: der selbst entwickelte Batteriehalter (Bild 1).

Ausgangspunkt war ein Lithium-Akku mit Gehäuse, der vor einigen Jahren auf den Markt kam. Praktisch, fand man bei Henskes. Noch viel praktischer: ein Lithium-Akku im Batteriehalter, der sich so unkompliziert in vielen Geräten einsetzen und wechseln lässt. Geeignet für alle, die einen Wechselakku benötigen, um ihr Gerät weiter benutzen zu können, auch während der Zweit-Akku gerade geladen wird.

Bei einem anderen Projekt mit einem Mikroschalter befindet man sich noch in der Entwicklungsphase (Bild 2).

Auch hier suchte ein Kunde eine spezielle Lösung für seine Applikation.

Andere kundenspezifische Bauelemente wie zum Beispiel Akku-Packs, Displays und Tastensätze wurden bereits realisiert - getreu dem Motto: Der Distributor als lösungsorientierter Dienstleister.

Über den Autor:

Hans-Werner Betker ist Produktmanager bei Henskes.