Distribution Chips and More meldet Insolvenz an

Der Freiburger Distributor Chips and More hat am Montag die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer Dr. Thomas Kaiser wurde vom Amtsgericht zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

»Die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens war kein angenehmer, aber ein notwendiger Schritt«, so Geschäftsführer und Unternehmensgründer Jörg Gröpper, der mit diesem Vorgehen die Firmenkrise meistern will.

Chips and More hatte sich mit seinen Eigenmarken i.onik und CnMemory im Markt positioniert. Nach den jüngsten GfK-Zahlen sind die Freiburger bei den Tablets die Nr. 3 nach Apple und Samsung. »Die hohen Investments, unter anderem bei der Entwicklung unseres eigenen Android-Betriebssystems, haben eine Kapitallücke geschaffen«, erklärt Jörg Gröpper. »Unsere Reputation in der Branche scheint sehr gut zu sein«, freut sich Gröpper über die positiven Signale von Partnern, Lieferanten und Kunden. »Deshalb bin ich mir sicher, dass wir das Schiff wieder flott bekommen.« Einer der wichtigsten Faktoren zieht auf jeden Fall mit: Die Mitarbeiter von Chips and More unterstützen die Geschäftsführung vorbehaltlos.

Insolvenzverwalter Dr. Thomas Kaiser und seinen Kollegen haben in den letzten zwei Tagen erste Gespräche mit den Beteiligten geführt. Auch sie kommen zu einer optimistischen Einschätzung der Zukunftsaussichten von Chips and More – berufsbedingt vorsichtig: »Wir haben eine motivierte und engagierte Belegschaft und eine hohe Gesprächsbereitschaft bei allen Beteiligten vorgefunden, die uns zuversichtlich stimmt. Sowohl Kunden als auch Lieferanten signalisieren übereinstimmend, dass sie auch jetzt zu Chips and More und ihren Mitarbeiter stehen, und diese aufgrund der guten Zusammenarbeit in der Vergangenheit unterstützen werden. Die Voraussetzungen sind somit gut, um mit Chips and More weiter am Markt präsent zu sein.« Hierzu gehört auch, dass die vorläufige Insolvenzverwaltung zugesagt hat, mögliche Garantiefälle wie bisher abwickeln zu wollen.