Der weltweite AC/DC-Wandlermarkt wächst kontinuierlich

Um voraussichtlich 5,8 Prozent jährlich wird der AC/DC-Markt nach der jüngsten Studie des Marktforschungsinstituts Darnell in den nächsten fünf Jahren wachsen.

Umsatztechnisch bedeutet das eine Steigerung von 11,8 Mrd. Dollar (2005) auf voraussichtlich 14,8 Mrd. Dollar (2010). Jeremiah P. Bryant, Managing Research Analyst bei Darnell, verweist in diesem Zusammenhang jedoch darauf, dass das Produktsegment mit Leistungen über 500 W fast doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt wächst. Getrieben wird dieses Wachstum vor allem von Applikationen wie Blade-Servern, Power-over-Ethernet und Data-Storage.

Die Bedeutung des Blade-Server-Segments für die Power-Branche wird nach Darstellung von Bryant in Zukunft noch zunehmen. Ihr Anteil am Serverbusiness wird von 14 Prozent in diesem Jahr bis 2011 auf 25 Prozent klettern. Den Powerbedarf eines typischen Blade-Chassis veranschlagt der Darnell-Analyst bei 10 bis 14 Blades auf bis zu vier Hot-Swap-fähige und n+1-redundante 2-kW-Geräte. Ein komplettes Blade-Server-Rack kommt so auf einen Powerbedarf von bis zu 20 kW. Gleichzeitig steigt die Leistungsdichte in diesen Racks nach Prognosen von Delta Electronics und Astec in den nächsten Jahren von derzeit 20 W/Kubik-Zoll auf voraussichtlich 40 W/ Kubik-Zoll im Jahr 2010.

Kräftige Wachstumsimpulse liefert auch der Anwendungsbereich Power-over-Ethernet. Dort ist es vor allem die steigende Zahl von Wi-Fi-Zugangspunkte, und der Trend Richtung Voice-over-Internet lassen den bisherigen Leistungsbedarf von 15,4 W pro Port (IEEE 802.3af) schon bald obsolet erscheinen. Beläuft sich bei der herkömmlichen Regelung der Leistungsbedarf bei 48 Anschlüssen schon auf über 1 kW, dürfte sich dieser Bedarf im Zuge der Umstellung auf IEEE802.3at mit einer Port-Leistung von 30 W schon in Kürze verdoppeln.