Der Molekül-Schalter

Forschern der Unis Regensburg und Madrid ist es erstmals gelungen, einen Schaltkreis zu simulieren, bei dem ein einziges organisches Molekül als voll funktionsfähiger Schalter agierte.

Dabei handelt es sich um ein Azobenzol-Molekül, welches mit dem Benzol verwandt ist. Es gehört zu einer Klasse von Stoffen, die in verschiedenen räumlichen Strukturen vorliegen und dadurch ganz unterschiedlich auf ein elektrisches Feld reagieren.

Die Regensburger Forscher haben bei einer Computer-Simulation dieses Molekül an zwei Kohlenstoff-Atome gebunden, die als Elektroden wirkten. Bei angelegter Spannung konnten Ladungen durch das Molekül fließen.

Bei der Simulation zeigte sich auch, dass die beiden räumlich verschieden aufgebauten Varietäten des Moleküls verschiedene elektrische Leitungseigenschaften aufwiesen.

Würde nun zum Beispiel Laserlicht mit unterschiedlicher Wellenlänge eine  Änderung der räumlichen Molekülstruktur verursachen, könnte das den Fluss des elektrischen Stroms verändern. Somit wäre eine Schaltfunktion realisiert.

Das Team um Dr. Gianaurelio Cuniberti von der Uni Regensburg plant jetzt weitere Untersuchungen, um die Effizienz und die Stabilität dieses molekularen Schalters zu testen.