Der Markt für konfigurierbare Cores wächst schnell

Semico Research geht davon aus, dass konfigurierbare 32-Bit-CPU-Kerne der Treiber im ASIC-Markt sein werden, und zwar sowohl bei SoCs als auch bei Structured ASICs, ASSPs und FPGAs.

Das Marktforschungsunternehmen glaubt, dass Halbleiter mit 32-Bit-CPU-Kernen – mit feststehender Architektur und konfigurierbare - bis 2009 stückzahlmäßig auf 3,117 Mrd. wachsen werden. Das entspricht einer durchschnittlichen Wachstumsrate (CAGR) von 12,8 Prozent. Die konfigurierbaren CPU-Kerne sollen bis 2009 auf ein Stückzahlvolumen von 605,8 Mio. kommen, das wäre eine Wachstumsrate von 45,9 Prozent.

Auf die verschiedenen Halbleiter bezogen, erwartet Semico, dass die ASSPs die umsatzstärkste Produktgruppe mit 32-Bit-CPU-Kernen sein wird: 2009 sollen es 11,6 Mrd. Dollar sein, das CAGR wird mit 17,5 Prozent beziffert. SoCs sollen umsatzmäßig knapp unter den ASSPs liegen.

Der Grund für das enorme Wachstum der konfigurierbaren CPU-Kerne liegt in der höheren Flexibilität, die sie dem Entwickler bieten. Denn so kann der Designer den Instruction-Set des CPU-Kerns deutlich mehr an die Anforderungen seines Endsystems anpassen. Das wirkt sich sowohl auf die Rechenleistung als auch auf die Leistungsaufnahme, Geschwindigkeit und Die-Fläche positiv aus.

Ein weiterer Vorteil, den Semico Research den konfigurierbaren Prozessorkernen zuweist, liegt in der höheren Sicherheit. Denn laut Tony Massimini, Chief of Technology bei Semico Research, ist es deutlich schwieriger, bei einem konfigurierbaren Core das Schaltungsdesign und den dazugehörigen Code zu bestimmen, was ein Reverse Engineering erheblich schwieriger macht.