Der Handy-Umsatz wird sinken

Das Jahr 2005 war für die Handyhersteller mit einem Umsatz von mehr als 115 Mrd. US-Dollar das beste Jahr ihrer Geschichte – und wird es bis zum Jahr 2009 auch bleiben. Das sagt die Marktforschungsfirma iSuppli.

Zwar werde die Zahl der verkauften Handys (810 Mio. im Jahr 2005) Jahr für Jahr weiter steigen, jedoch falle der Verkaufspreis pro Stück rascher als der Absatz wächst. Erst 2009 werde das Stückzahlwachstum (auf dann 910 Mio. Einheiten) dazu führen, dass der Umsatz wieder fast auf das Niveau von 2005 steigen könne.

Als Auslöser für diese Entwicklung sehen die Marktforscher das abnehmende Wachstum im Mobilfunkgeschäft, das auf zunehmende Sättigung in vielen regionalen Märkten zurückzuführen ist: Der Ersatzbedarf wächst, während die Teilnehmerzahl nur noch langsam zunimmt. Diese Entwicklung kommt nicht überraschend: Die Industrie weiß seit einigen Jahren, dass die nächste Milliarde Teilnehmer überwiegend nicht besonders finanzkräftig ist. Diese potenziellen Kunden wohnen hauptsächlich in aufstrebenden Ländern im Süden und Osten Asiens, im Osten Europas, in Südamerika und Afrika. Für dieses Marktsegment werden die Handyhersteller niedrigpreisige Endgeräte anbieten müssen. Die Folge werde lt. iSuppli sein, dass der Preisverfall sich weiter beschleunigen wird. Dieser Trend werde sich allerdings ab 2007 verlangsamen, weil der Anteil an hochwertigen 3G-Handys die Folgen des Preisverfalls im Billigsegment dann fast ausgleichen könne.