Der Embedded-Anteil am Umsatz beträgt 60 Prozent

Unter Embedded-Systemen werden bei Glyn Controller/Software-Lösungen, Embedded-PCs, GSM-Module mit integriertem ARMController und im erweiterten Sinn auch Displayansteuerungen mit den dazu passenden Anzeigen zusammengefasst. »Diese Bereiche bilden den Kern unseres Geschäftsmodells: Erklärungsbedürftige Lösungen kombiniert mit einer kompetenten Unterstützung«, so Glyn-Geschäftsführer Thomas Gerhardt.

Unter Embedded-Systemen werden bei Glyn Controller/Software-Lösungen, Embedded-PCs, GSM-Module mit integriertem ARMController und im erweiterten Sinn auch Displayansteuerungen mit den dazu passenden Anzeigen zusammengefasst. »Diese Bereiche bilden den Kern unseres Geschäftsmodells: Erklärungsbedürftige Lösungen kombiniert mit einer kompetenten Unterstützung«, so Glyn-Geschäftsführer Thomas Gerhardt.

Derzeit liegt der Umsatzanteil der Embedded-Systeme am Gesamtgeschäft bei etwa 60 Prozent. Weil die Projektarbeit in diesem Bereich jedoch sehr langfristig angelegt ist, »rechnen wir wegen unserer intensiven Anstrengungen in den letzten 10 Jahren mit einem weiter steigenden Anteil«, so Gerhardt weiter. Der konkrete Unterschied zwischen einem auf Embedded-Produkte spezialisierten Vertriebsunternehmen auf der einen Seite und einem Produzenten von Embedded-Lösungen à la Kontron auf der anderen Seite ist laut Gerhardt zunächst einmal der »grundsätzliche Unterschied zwischen einem Hersteller und einem Distributor«.

Von größerer Bedeutung sei aber, »dass wir vor allem in der Lage sind, über mehrere Themen mit unseren Kunden zu sprechen«. So beginne etwa ein exemplarisches Gespräch mit Controllern und ende bei kompletten Display-Lösungen. Daneben würden noch moderne Möglichkeiten der Machine-to-Machine-Kommunikation diskutiert. »Gerade das Denken in Systemen und das Aufzeigen von Lösungen geht besser, wenn man mehr als einen Produktbereich im Portfolio hat«, betont der Glyn-Geschäftsführer. Allerdings funktioniere das nicht, wenn man vom Kabelbinder bis zum DSP alles anbieten wolle, »denn dann leidet unvermeidbar die notwendige technische Expertise, denn niemand ist in der Lage, so viele Themen in der Tiefe abzudecken«. Deshalb fokussiert Glyn auf einige Schlüsseltechnologien sowie Hersteller und beherrsche diese dafür »besser«.

Die aktuelle wirtschaftliche Situation spürt auch Glyn, »auch wir müssen uns den wirtschaftlichen Realitäten stellen«, sagt Gerhardt, ist aber optimistisch: »Auch wenn es ein bis zwei sehr schwere Jahre geben sollte, werden wir das überstehen.« Man denke langfristig, weshalb auch jetzt »kein einschneidender Personalabbau geplant ist«. Und auch um mittel- und langfristig bei wieder zulegender Nachfrage wachsen zu können, sei man auf loyale, qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Im übrigen müsse man im Vertrieb komplexer Produkte stetig an Projekten arbeiten: »Zwischen Erstkontakt und Serienbelieferung liegen nicht selten zwei bis vier Jahre«, umreißt Gerhardt den Zeitrahmen. Somit werden wohl die Projekte, die auf der embedded world an Glyn herangetragen werden, »wahrscheinlich diejenigen sein, die im nächsten Aufschwung wirksam werden«.

Der Glyn-Messestand befindet sich in Halle 12, Standnummer 306.

Erich Schenk, Markt&Technik