"Das ist ja der Burner!"

next!, der Media-Informationsdienst der Herzen, berichtet nicht nur für, sondern auch über Mediaentscheider und -innen. Wir sind ja unter uns. Diesmal stellt next! ganz persönliche Fragen an Sonja Boldt, Marketing Managerin, Moxa Europe in Unterschleißheim.

next!: Hi Sonja, ich darf doch Frau Boldt zu dir sagen.
Sonja Boldt: Hallo Herr Hose, natürlich darfst du, wir stehen doch quasi neben uns.

next!: Frau Boldt, Sie haben mir mal gestanden, dass Sie regelmäßig next! lesen. Wollen Sie dem anderen next!-Leser etwas ausrichten? Hier ist die richtige Plattform dafür.
Sonja Boldt: Liebe Kollegen Mediaenscheider und next!-Leser: das Böse ist immer und überall. Und es trägt zuweilen Leder-Hose. Also aufgepasst, wenn es Sie eines lieben Sonntags in die Münchener Biergärten verschlägt. Es könnte sein, dass Sie sich in einem der next!-Editorials wiederfinden. Nicht, dass ich diese nicht immer wieder schrecklich gern lesen würde, genauso wie die Media- und Marketingthemen, die mir beruflich durchaus zu Gute kommen.

next!: Endlich sagt´s mal jemand. Wo wir gerade beim Thema Lesen sind, welches Buch lesen Sie derzeit?
Sonja Boldt: „Die Eleganz des Igels“ von Muriel Barbery. Wundervolle Gesellschaftssatire und intelligenter Führer durch Kunst und Philosophie. Manchmal urkomisch und dann wieder bitterböse – genau nach meinem Geschmack!

next!: Sie sind ja sehr sportlich. Wie viele Kilometer haben Sie bisher in diesem Jahr auf Ihrem Rad runtergespult?
Sonja Boldt: Leider zu wenig, um den Alpcross dieses Jahr machen zu können. Den habe ich kurzerhand auf kommendes Jahr verschoben. Haben Sie nächstes Jahr im September schon was vor? Meine knapp 25 Kilometer vom Prinzregentenplatz nach Unterschleissheim habe ich aufgrund des nicht vorhandenen Münchner Sommers leider bisher nur gut zehnmal angetreten. Drei-Wetter-Taft bekommt eben nicht alles wieder hin.

next!: Wem sagen Sie das! Schauen Sie mal meine Frisur an. Egal, Hand aufs Herz. Gibt es eine Fernsehsendung, die Sie öfter anschauen und die echt voll peinlich ist?
Sonja Boldt: Was außer dem Leben selbst ist schon peinlich? Also gut, ich liebe Mario Barth, auch wenn seine Lacher meist zu Lasten von uns Frauen gehen. Deshalb war ich ein Treuer Zuschauer von „Willkommen bei Mario Barth“. Leider gab es nur 6 Folgen…

next!: Sie stranden auf einer einsamen Südseeinsel – Sie ahnen was kommt – auf der es nichts gibt außer der klassischen Einsamen-Insel-Infrastruktur wie Palmen, Strand und Kokosnüssen. Welche Errungenschaft der modernen Zivilisation würden Sie am meisten vermissen?
Sonja Boldt: Meine Digitalkamera oder zumindest ein Foto-Handy. Stellen Sie sich vor, ich werde gerettet und komme ohne tolle Bilder zurück in die Firma. Da glaubt mir doch nie einer, wo ich war. Außerdem muss man so ein Erlebnis in unserem Kommunikationszeitalter auf Facebook mit der Welt teilen.

next!: Ok, let´s speak Denglisch! Für einige ist die Bezeichnung „No go“ noch ein echtes „No go“. Andere nutzen englische Lehnworte regelmäßig im Daily Business Talk. Was ist Ihr persönlicher Lieblings-Anglizismus?
Sonja Boldt: Ich komme ja bekanntermaßen aus Hessen. Dort bezeichnet man etwas richtig Gutes oftmals mit „Das ist ja der Burner“. Ich finde das Wort Burner klasse, neige ich doch ein wenig zur Pyromanie.

next!: Wann war der letzte Tag, an dem Sie nicht Ihre E-Mails gecheckt haben?
Sonja Boldt:
Sie meinen so richtig am PC? Oder zählt das Telefon auch? Also ersteres vergangenen Sonntag, letzteres…hm…tja…also… muss mal in mein Telefon schauen, ob es die Downloadzeiten speichert, ich liefere die Info dann nach.

next!: Wo haben Sie Ihren letzten Urlaub verbracht?
Sonja Boldt: Ich war Anfang Juni eine Woche in Podstrana in Kroatien, nicht weit von Split und per Fähre 2 Stunden vom so genannten schönsten Strand Europas, Bol auf der Insel Brac. Sehr empfehlenswert!

next!: Spricht man Brac, nicht eher Brac aus? Sei´s drum. Sie kommen aus Hessen. Was vermissen Sie in Ihrer neuen Heimat München am meisten?
Sonja Boldt: Als eschdes hessisch Meedsche wohl am ehesten unsere Grie Soß und das legendäre Museumsuferfest am Maa-Ufer. Aber als Oigeplackter lässt es sich in Bayern ganz gut aushalten.

next!: Was ein Oigeplackter ist, wird die Welt außerhalb Hessens wohl nie erfahren. Aber jetzt leben Sie ja in Oberbayern. Und was gefällt Ihnen an München am besten?
Sonja Boldt: Das vielzitierte Kultur- und Freizeitangebot. Ich war in Frankfurt lange nicht so oft im Theater, und vor allem wesentlich seltener Mountainbike- und Skifahren. Und natürlich: das Oktoberfest!

next!: Sie gehen leidenschaftlich gerne auf das Münchner Oktoberfest. Welchen Ratschlag würden Sie einem Besucher mit auf den Weg geben, der zum ersten Mal in seinem Leben „auf d´ Wiesn geht“?
Sonja Boldt: Nimm dir am Folgetag Urlaub und versuche nach dem Rauswurf aus dem Bierzelt unbedingt, noch irgendwie ins Weinzelt reinzukommen. Auf Anfrage gebe ich dazu gern eine detaillierte Anleitung.