Chips für Basisstationen: Umsatz schrumpft

Die Sprach- und Datenübertragung über Mobiltelefone wird in den nächsten Jahren kräftig steigen – allerdings können die Hersteller von Chips, die in Basisstationen wandern, davon kaum profitieren.

Die neuste Studie der Marktforscher von In-Stat sagt nach einem moderaten Wachstum zwischen 2005 und 2007 bis 2010 sogar einen leichten Rückgang des Chip-Umsatzes auf 3,7 Mrd. Dollar voraus. Allerdings wird der Umsatz mit Halbleitern für CDMA-Basisstationen wachsen.

Auch die Installation von GSM-Basisstationen steigt weiter, insbesondere, weil die Carrier ihre Geräte für GPRS und EDGE aufrüsten. Der Gesamtumsatz mit den Chips für diese Anwendungen wird aber ab kommendem Jahr voraussichtlich sinken.

Folgende Trends hat In-Stat ermittelt: Die Hersteller von Basisstationen erhöhen den Preisdruck auf die IC-Hersteller und verlangen Komponenten, die länger ihren Dienst in den Systemen verrichten können als die der Vorgängergenerationen. Die Anzahl der Kanäle pro Karte erhöht sich, die Baugrößen schrumpfen, und die Leistungsaufnahme sinkt, so dass weniger Aufwand für die Kühlung erforderlich ist oder Klimaanlagen ganz wegfallen können. »Die IC-Hersteller müssen außerdem Chips entwickeln, ohne dass wirklich bekannt ist, welche Stückzahlen erforderlich sind, ganz einfach, weil der Bedarf für Basisstationen ebenfalls im Dunklen liegt«, sagt Allen Nogee, Analyst von In-Stat.