"Scheiß-Privatfernsehen": Bundes-Drogenbeauftragte widerspricht Oettinger

<p>BERLIN (zaw) - Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), hat sich schützend vor das Privatfernsehen gestellt.

BERLIN (zaw) - Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), hat sich schützend vor das Privatfernsehen gestellt. Mit den polemischen Aussagen des medienpolitischen Sprechers der CDU und Ministerpräsidenten des Landes Baden- Württemberg, Günther Oettinger („Scheiß Privatfernsehen“), würden nicht nur die Macher des Fernsehens, sondern auch Zuschauer und Jugendschützer beleidigt.
Das kommerzielle Fernsehen in Deutschland, so Bätzing, sei eine unverzichtbare zweite Säule der dualen Rundfunkordnung. Sie pauschal als Ursache von Jugendgewalt zu verunglimpfen, sei gesellschafts- und medienpolitisch verfehlt und zwanzig Jahre nach der Einführung des Privatfernsehens in Deutschland „ein historischer Treppenwitz“.
Der von Oettinger vor allem attackierte Sender RTL2 habe einen strengen Kodex zum Schutz von Kindern. Deshalb sei es nicht verwunderlich, dass es bei der Jugendschutzmedienkommission keine Beanstandungen zum SuperRTL-Programm gebe, schreibt die SPD-Politikerin in ihrem Infodienst.