BMK Group fertigt seit Juli auf sechs SMD-Linien

Die BMK Group in Augsburg ist als reiner Fertigungsdienstleister gestartet. Durch die Integration von Mehrwertdiensten wie Entwicklung und Service sowie jährlichen Wachstumsraten von über 30 Prozent hat sie sich zu einem führenden deutschen Technologiedienstleister entwickelt.

Als Kompetenzzentrum für Elektronikdienstleistungen versteht sich die BMK Group in Augsburg und begleitet bei Bedarf den gesamten Produktlebenszyklus elektronischer Produkte von der Entwicklung über die Fertigung bis hin zum After-Sales-Service. Dieses Konzept setzt sie seit ihrer Gründung 1994 mit großem Erfolg und durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von über 20 Prozent um. Mit einem Umsatz von knapp 90 Mio. Euro im Vorjahr, zählt die BMK Group mit rund 200 aktiven Kunden schon heute zu den Top-5 in Deutschland. Erklärtes Ziel des Unternehmens ist es, diese Position durch konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie noch weiter auszubauen.

Die Chancen dafür stehen gut. Zur Umsatzsteigerung des letzten Jahres von knapp 60 auf über 85 Mio. Euro, erläutert Marketingleiter Uwe Lappe, »trugen neben den bestehenden Kunden auch neu gewonnene Kunden bei«. Erklärte Strategie des Unternehmens ist es, neben dem Fokus auf dem Bereich Industrieelektronik, interessante Nischen in anderen Branchen zu besetzten, darunter auch im Bereich Medizinelektronik. Deutlich erhöht hat sich im letzten Jahr die Zahl der gelieferten Baugruppen, sie stieg von rund 3 auf knapp 4 Mio. Stück - ein dynamisches Wachstum, das sich auch in den Produktionshallen widerspiegelt: Jährlich werden rund 3 Mio. Euro in den Ausbau der Fertigungseinrichtungen investiert. So wurde vor kurzem beispielsweise eine sechste SMD-Linie installiert, die seit Mitte Juli in den Produktionsprozess eingebunden ist. Als die BMK Group 2006 ihren zweiten Standort in Augsburg bezog, belegte sie dort 7500 m2. Im letzten Jahr kam eine weitere Halle mit 3000 m2 für die THT-Fertigung hinzu. Da Erweiterungen auf dem ehemaligen Siemens-Standort nur in »Hallenschritten« von rund 2500 m2 möglich sind, rechnet Lappe damit, »dass der nächste Erweiterungsschritt mit einer weiteren Produktionshalle wohl 2009 erfolgen wird«.

Das 1994 als Management-Buy-out der Elektronikfertigung von NCR/AT&T in Augsburg von Dieter Müller (Technischer Vertrieb), Stephan Baur (Technische Leitung) und Alois Knöferle (Kaufmännische Leitung) gegründete Unternehmen erzielt heute seine Umsätze vor allem mit Kunden aus der Industrieelektronik. Produkte aus den Bereichen Embedded-Systems, Automatisierungs- und Messtechnik steuern etwa 70 Prozent des Unternehmensumsatzes bei. Der restliche Umsatz verteilt sich auf IT, Kommunikation, Automotive, Medizintechnik sowie Sicherheits- und Gebäudetechnik.

BMK stellt sich mit seiner flexiblen Logistik und Produktion auf die unterschiedlichsten Losgrößen und Kundenbedürfnisse ein und trägt damit auch dem Trend zu immer kürzeren Forecasts Rechnung. Die Stückzahlen pro Fertigungslos können vom niedrigen zweistelligen bis in den fünfstelligen Bereich reichen. Das Baugruppenvolumen belief sich im letzten Jahr auf fast 4 Mio. Stück, wobei Lappe darauf hinweist, dass die BMK Group seit Februar 2003 bereits mehr als 6 Mio. bleifreie Baugruppen produziert hat. Aktuell werden etwa 70 Prozent der Baugruppen RoHS-konform realisiert, der Rest in bleihaltiger Ausführung. Um möglichst kurze Time-To-Market-Zeiten zu realisieren, beschäftigt sich in der Fertigung eine eigene Arbeitsgruppe, von der Serienproduktion unabhängig, mit dem Prototypenbau. Prototypen-Baugruppen in Serienqualität, die kompatibel zum Serienequipment sind, stehen damit innerhalb von ein bis zwei Arbeitstagen zur Verfügung.