Blutzuckerdaten per Funk

Die Schweizer Roche Diagnostics hat ein Gerät zur Bestimmung des Blutzuckerspiegels für den Einsatz im Krankenhaus vorgestellt, das mit einer Funkschnittstelle ausgestattet ist.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erwartet in den nächsten Dekaden einen Anstieg der Diabetes-Erkrankungen um 110 Prozent. Danach werden 2030 etwa 366 Mio. Menschen unter der Zuckerkrankheit leiden. Die Überwachung der Patienten erfordert, auch wegen der häufiger durchgeführten Messungen in den Krankenhäusern, ein ausgeklügeltes Management der Untersuchungen und der gemessenen Daten. 

Das von der Roch Diagnostics entwickelte System »Accu-Chek Inform II« übermittelt die Messergebnisse per Funk an das HIS (Hospital Information System). Das Gerät ist zudem mit dem Daten-Management-System »cobas IT 1000« ausgestattet. Dieses stellt sicher, dass mit dem Gerät die »richtige Untersuchung am richtigen Patienten zur richtigen Zeit« durchgeführt wird. Dabei wird die Identität des Patienten am sogenannten »Point of Care« (PoC), also am Krankenbett, in Echtzeit verifiziert.

Die Funkübertragung bei medizinischen Geräten erleichtert die Arbeitsabläufe und bietet für die Patienten eine höhere Sicherheit der Behandlung. Das Unternehmen Roche Diagnostics erwartet, dass der Markt für die funkgestützte Patientenüberwachung kontinuierlich wächst. Nach einer eigenen Marktuntersuchung in den USA setzen mehr als 90 Prozent der großen und mittleren Krankenhäuser dort Funktechnik für die Übermittlung von Patientendaten ein bzw. planen die Einführung solcher Systeme. Roche entwickelt daher Geräte für den PoC, die sich auf einfache Weise in die IT-Infrastruktur von Krankenhäusern integrieren lassen.