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mrgreenKalifornien setzt Akkuladegeräte auf Energieverbrauch-Diät

10.05.2012 von Mr. Green

Die California Energy Commission (CEC) hat das Jahr 2012 damit begonnen, der Energievergeudung durch Akkuladesysteme (BCS, Battery Charger Systems) den Kampf anzusagen.

Am 12. Januar beschloss die Kommission, die Appliance Efficiency Regulations (Title 20) um etliche neue Grenzwerte (wie im Dezember vorigen Jahres in “15-day Language” vorgeschlagen) zu erwei­tern. Damit ist die CEC die welt­weit erste Regulierungsbehörde, die Mindest­anfor­de­rungen für die Energieeinsparung von BCSs mit Leis­tungen von weniger als einem Watt bis über 2 kW vorschreibt. Dieser Standard deckt so gut wie alle Systeme ab, die in die Steckdose gesteckt werden und zum Laden von Akkus dienen – beispiels­weise Mobil­telefone, Laptop- und Tablet-Compu­ter, Elektro­werk­zeuge, Körperpflege­produkte, unterbrechungsfreie Strom­ver­sor­gungen und Fahrzeuge ohne Straßenverkehrszulassung (bsw. Gabelstapler oder Golf Carts).

Die CEC arbeitet seit April 2008 an der Ent­wick­lung einer kosten­günstigen und technisch machbaren BCS-Regulierung. Es fanden diverse Interessensgruppen-Meetings statt, an denen Vertreter von Energieversorgern, Umwelt­orga­ni­sa­tionen, Herstel­lern und Verbraucher­orga­ni­sa­tionen (und meine Wenigkeit) teilnahmen. Einige Interessensvertreter bezweifeln jedoch, ob ein weiterer, nur für Kalifornien geltender Stan­dard wirklich notwen­dig ist. Die Kommission bejaht dies mit dem Hinweis auf die Tat­sache, dass von den 8.000 GWh/Jahr, die BCSs der­zeit in den USA verbrauchen, nur 2.000 GWh Elektrizität tatsäch­lich im Akku landen. Und selbst wenn künftig ein BCS-Bundesstandard veröffentlicht werden sollte, würde Kalifornien immer noch etwa 18 Monate lang Energie einsparen, bevor dieser Stan­dard inkraft tritt.

Wie schwierig ist es denn, den ab Februar 2013 inkraft tretenden CEC-Standard kosten­günstig zu erfüllen? Wahrscheinlich nicht beson­ders schwierig – das geht jedenfalls aus einem Bericht von Stromversorgern an die CEC hervor, der besagt, dass viele der am Markt­ angebotenen BCSs schon heute die Anfor­de­rungen des neuen Stan­dards erfüllen. Der Bericht stellt außer­dem fest, dass es mehrere in BCSs einge­setzte Techno­logien gibt, die den Energieverbrauch kosten­günstig und wirk­sam redu­zie­ren. Die Herstel­ler brauchen deshalb nicht zu befürchten, zur Anwen­dung proprie­tärer Methoden gezwungen zu sein, um mit dem Stan­dard konform zu sein.

Die CEC ist der Ansicht, dass man sich bloß auf zwei bestimmte Bereiche zu konzentrieren braucht – AC-DC-Umwandlung und Erhaltungsladung – um Konfor­mität zu erreichen. Da die AC-DC-Umwandlung eine wichtige Rolle für den Gesamt-System­wirkungsgrad spielt, ist die Umstellung von Linearwandler­- auf effi­ziente Schaltregler-Techno­logie ein einfacher und kosten­günstiger Weg zur Verringerung des Energieverbrauchs. Die CEC fand weiter­hin heraus, dass die ineffizientesten Ladegeräte am Markt­ nicht erkennen, wann ein Akku voll geladen ist, und den Akku unnötigerweise immer weiter zu laden versuchen. Wenn das Ladegerät bei voll geladenem Akku auf eine geringe Erhaltungsladung umschaltet, wird dadurch nicht nur Energie gespart, sondern auch eine Beschä­di­gung des Akkus verhindert.

Noch eine abschließende Anmerkung: Als in der vergangenen Woche einige Herstel­ler während eines Meetings vorbrachten, dass dieser Stan­dard, wenn er denn verabschiedet würde, den Verkauf einiger Produkte im Staat Kalifornien unmöglich machen und Inno­va­tion behindern würde, äußerten sich Energieeffizienz-Allianzen und einige staatliche Behörden (selbst im fernen Australien) dahingehend, dass sie in Betracht zögen, den kalifornischen BCS-Standard in ihren Regionen zu übernehmen.

Nachfolgend eine kurze Zusammenstellung der Energieeffizienz-Anfor­de­rungen.

Die BCSs sind in vier Kate­go­rien eingeteilt:

Kleine Akkuladesysteme (SBCS, Small Battery Charger Systems): ≤ 2 kW, einschließ­lich Akkuladesysteme für Golf Carts, unab­hän­gig von deren Ausgangsleistung

Induktive SBCSs, bei denen die Energie durch magnetische oder elektrische Induktion übertragen wird

Ladesysteme für Notstromversorgungen – SBCSs, die bei einem Netz­span­nungsausfall ein End­produkt mit Notstrom versorgen

Große Akkuladesysteme (LCBS, Large Battery Charger Systems): > 2 kW Ausgangsleistung

Der SBCS-Standard spezi­fi­ziert den maxi­malen Energieverbrauch über einen Zeitraum von 24 Stunden unter Einbeziehung des Lade-Modus. Der LBCS-Standard spezi­fi­ziert den Mindest-Wandler­wirkungsgrad und den Ladefaktor (Charge Return Factor, CRF).

Tabelle 1 listet die Grenzwerte auf, die Consumer-SBCSs, die ab dem 1. Februar 2013 hergestellt werden, einhalten müssen. Nicht-Consumer-SBCS müssen die Anfor­de­rungen ab dem 1. Januar 2017 erfüllen.

Kenngröße

Standard

Maximale Ladungs- und Erhaltungsladungs-Energie über 24 Stunden (Wh) (Eb = Kapa­zi­tät aller ange­schlossenen Akkus und N = Anzahl der Lade-Anschlüsse)

Für Eb kleinergleich 2,5 Wh: 16 × N

Für Eb > 2,5 Wh und kleinergleich
100 Wh: 12 x N +1,6Eb

Für Eb > 100 Wh und kleinergleich 1000 Wh: 22 x N+1,5Eb

Für Eb > 1000 Wh: 36,4 x N +1,486Eb

Leis­tung im Erhaltungsladungsmodus und Leis­tung ohne ange­schlossene Akkus (W) (Eb = Kapa­zi­tät aller ange­schlossenen Akkus und N = Anzahl der Lade-Anschlüsse)

Die Summe der Leis­tungen im Erhaltungsmodus und ohne ange­schlossenen Akku muss kleinergleich
1x N+0.0021xEb Watt sein

Tabelle 1. Der vom CEC vorgeschlagene SBCS-Stan­dard (Quelle: CEC – 400 – 2011 – 005 – 15 – DAY)


Weiter­hin:

Induktive Ladesysteme (mit Herstellungsdatum ab 1. Februar 2013) müssen entweder die oben aufgelisteten SBCS-Anfor­de­rungen erfüllen ODER im Erhaltungsmodus
< 1 W und ohne ange­schlossenen Akku < 1 W und während des gesamten Ladungs- und Erhaltungsladungsteste durchschnittlich ≤ 1 W/h verbrauchen

Ladesysteme für Notstromversorgungen und unterbrechungsfreie Stromversorgungen (mit Herstellungsdatum ab 1. Februar 2013 für Consumer­produkte bzw. 1. Januar 2017 für alle anderen Produkte) dürfen im Erhaltungsmodus nicht mehr als 0,8 + 0,0021 x Eb W verbrauchen.

Die Anfor­de­rungen an LBCSs, die ab dem 1. Januar 2014 hergestellt werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet.

Kenngröße

Standard

Ladefaktor (Charge Return Factor, CRF)

100 Prozent, 80 Entladungstiefe

CRF kleinergleich 1,10

40 Prozent Entladungstiefe

CRF kleinergleich 1,15 13

Wandler­wirkungsgrad

Größergleich 89 Prozent

Leistungs­faktor

Größergleich 0,90

Leis­tung im Erhaltungsladungsmodus (Eb = Kapa­zi­tät des getesteten Akkus)

Kleinergleich 10 + 0,0012Eb W

Leis­tung ohne ange­schlossenen Akku

Kleinergleich 10 W

Tabelle 2. Der vom CEC vorgeschlagene LBCS-Standard (Quelle:CEC – 400 – 2011 – 005 – 15 – DAY)

Den Wortlaut des verabschiedeten BCS-Standards (in “15-day Language”) finden Sie unter: http://www.energy.ca.gov/2011publications/CEC-400-2011-005/CEC-400-2011-005-15-DAY.pdf

Einen FAQ-Artikel zu diesem Stan­dard finden Sie unter: http://www.energy.ca.gov/appliances/battery_chargers/documents/Chargers_FAQ.pdf

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mrgreenUpdate zu Ökodesign-Richtlinien für energieverbrauchsrelevante Produkte

02.02.2012 von Mr. Green

In diesem Jahr hat sich bei der Ökodesign-Richtlinie für energieverbrauchsrelevante Produkte (ErP) einiges geändert. Hoffentlich haben Sie einige der Blogeinträge mitverfolgen können. Zu den Storys 2011 gehörten:

•    Ist das erste freiwillige Abkommen zur Ökodesign-Richtlinie in greifbarer Nähe?
•    Neue Entwicklungen bei Spezifikationen für externe Netzteile
•    Europäische Kommission mit Maßnahmen zur Reduzierung der Energieverschwendung im Stand-by-Betrieb von in Netzwerken eingebundenen Geräten

Die Spezifikationen für diese und weitere Neuerungen können problemlos über den ErP Standards Finder von Power Integrations (PI) eingesehen werden. Mithilfe dieser Suchmaschine kann der Nutzer anwendungsbezogene Ökodesign-Grenzwerte für den Stromverbrauch der ErPs im Stand-by-, Normal- und Leerlaufbetrieb aufrufen. Außerdem werden innerhalb der Suchergebnisse auch die Links zu den entsprechenden Referenzdesigns von Power Integrations angezeigt.

Hier sind die wichtigsten Änderungen im ErP Standards Finder von PI:

Anwendung

Neuerungen

Haushaltsbeleuchtung

Spezifikationen für gerichtete Beleuchtungen befinden sich in der Entwurfsphase. Eine Arbeitsvorlage wurde durch ein Konsultationsforum aus dem September 2011 auf den Weg gebracht und überarbeitet.

Fernsehgeräte

Stufe 2 der Stand-by-Werte ist seit August 2011 gültig. Diese sind:

0,5 W: Reaktivierungsfunktion

1 W: Anzeige mit Reaktivierung; zusätzlich muss die Leistungsaufnahme im OFF-Modus weniger als 0,3 W betragen, außer das TV-Gerät verfügt über einen gut sichtbaren Ausschalter, über den der Fernseher in einen Betriebszustand mit ≤ 0,01 W versetzt werden kann; dann darf die Leistungsaufnahme in jedem anderen Schein-Aus-Zustand des Fernsehers ≤ 0,5 W betragen.

in EDV-Netze eingebundene Geräte

Die Arbeitsdokumentvorlage wird zurzeit im Konsultationsforum diskutiert. Durch diese Vorlage würden sich die momentan gültigen Werte für den Stand-by-Betrieb ändern und die meisten netzwerkfähigen Haushaltsgeräte betroffen sein. Die Anwendungen würden sich in zwei Netzwerkverfügbarkeitsstufen unterteilen lassen, die sich durch die Reaktivierungszeit definieren:

  • Hohe Netzwerkverfügbarkeit (High Network Availability, HiNA) mit Reaktivierungszeit < 1 Sekunde

· Niedrige Netzwerkverfügbarkeit (Low Network Availability, LoNA) mit Reaktivierungszeit ≥ 1 Sekunde

Leistungsaufnahme in Stufe 1 wird auf 12 W für HiNA und 4 W für LoNA angesetzt; für Stufe 2 werden 8 W für HiNA und 2 W für LoNA avisiert.

Weitere Produktkategorien im ErP Standards Finder, die geändert oder aktualisiert worden sind:

•    Klimageräte
•    Audioverstärker
•    Boiler
•    Kaffeemaschinen
•    Computer, Notebooks, Netbooks
•    DVD-Player/-Rekorder
•    Elektroherde
•    Staubsauger
•    Videoprojektoren
•    Warmwasserbereiter

Alle verfügbaren Informationen finden Sie auf der Standards Finder-Seite der PI-Website.

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mrgreenAuf der Suche nach den energieeffizientesten Geräten

22.01.2012 von Mr. Green

Im letzten Sommer habe ich über das neue ENERGY STAR-Programm mit dem Namen ‚Most Efficient‘ der US-Umweltschutzbehörde EPA berichtet, mit dem dasjenige Produkt auf dem Markt gewürdigt werden soll, das den Anforderungen des ENERGY STAR am besten entspricht (siehe Blog: When “Energy Efficient” Isn’t Enough). In der Zeit seit Programmbeginn konnten sich fast 150 Produkte von 16 Herstellern mit dieser Auszeichnung schmücken.

Im Dezember hat ENERGY STAR nun die Verlängerung des ursprünglichen Most Effizient-Programms bis Ende 2012 bekannt gegeben (eigentlich sollte bereits Ende diesen Jahres Schluss sein). Das bedeutet, dass Produkte, die die Anforderungen nach ENERGY STAR erfüllen und durch eine von der EPA anerkannten Stelle zertifiziert worden sind, bis Ende nächsten Jahres die Kennzeichnung ‚Most Efficient‘ erhalten können.
Unter anderem kommen folgende Produkte in Betracht: Heiz- und Klimageräte, Boiler, Kühl-/Gefrierkombinationen, Wäschewaschmaschinen und Fernsehgeräte.

Das Programm ist nicht nur verlängert worden, es wurden auch noch einige Veränderungen bei den Kriterien vorgenommen. Für die Fachleute im Bereich Energieeffizienz dürften besonders die neuen Anforderungen für Kühl-/Gefriergeräte und Fernseher von Interesse sein.

Bei Kühl-/Gefrierkombinationen wird der maximale Energieverbrauchswert von ursprünglich 422 kWh auf 481 kWh im Jahr angehoben.

Die Anforderungen für TV-Geräte haben sich ebenfalls wie folgt verändert:

Pmax=82*tanh(0,00084(A-150)+0,05)+12,75

Wobei:
1.    Pmax = maximal zulässige Leistungsaufnahme im Normalbetrieb in W
2.    A = sichtbare Bildschirmfläche des Produkts in Quadratzoll
3.    tanh = Hyperbeltangens

Da es sich hier um ein Pilotprogramm handelt, ist es sehr wahrscheinlich, dass es noch mehrere Änderungen geben wird. Bleiben Sie dran und erfahren Sie alles über weitere Entwicklungen.

Fragen über das ‚Most Efficient‘-Programm von ENERGY STAR richten Sie bitte per E-Mail an: mostefficient@energystar.gov.

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mrgreenKanada verschärft und erweitert gültige Energieeffizienzvorschriften

15.01.2012 von Mr. Green

Im Oktober 2011 hat Kanada seinen Aktionsradius in Richtung Reduzierung der Energieverschwendung im Haushalt ausgedehnt, indem die Energieeffizienzanforderungen für bereits regulierte Produkte nochmals verschärft und sogenannte Minimum Energy Performance Standards (MEPS, Mindeststandards für Energieeffizienz) für fünf neue Produktgruppen eingeführt wurden. Diese Änderungen zu den Energieeffizienzbestimmungen werden in der Ausgabe vom 12. Oktober der Canada Gazette Part II veröffentlicht und treten am 12. April 2012 in Kraft.

Bei den Produkten, für die die verschärften Anforderungen gelten, handelt es sich um nicht-elektronische Geräte wie Elektromotoren, Öl- und Gasbrenner in Wohngebäuden, Trockentransformatoren, große HLK- und Wärmepumpen, kommerzielle Kühleinheiten und Reflektorglühlampen. Neue Anforderungen wurden auch für Elektroboiler und Kompaktklimageräte und -wärmepumpen definiert.

Bei den Elektronikprodukten richten sich neue MEPS gegen zwei bekannte Bereiche der Energieverschwendung – externe Netzteile (EPS) und der Verbrauch im Stand-by-/Off-Betrieb von kompakten Audiogeräten, Radioweckern, Fernsehern, Videogeräten (d. h. DVD-Player/-Recorder, PVR, Blu-Ray-Player).

Kanada orientiert sich normalerweise an den Effizienzwerten der vom US ENERGY STAR oder U.S. Department of Energy (DoE) entwickelten Programme, und externe Netzteile machen da keine Ausnahme. Die neuen kanadischen Normen spiegeln die Anforderungen für diese Netzteile gemäß U.S. Energy Independence and Security Act 2007 (EISA 2007) wider (siehe Tabelle 1 unten). Wie in EISA 2007 niedergelegt, muss das externe Netzteil so ausgelegt sein, dass 115 V AC am Eingang in eine einzelne, niedrigere Gleich- oder Wechselspannung mit einer Ausgangsleistung von ≤ 250 W umgewandelt werden. Ab dem 12. April 2012 müssen sämtliche externe Netzteile, die im Juli 2010 oder später hergestellt und in Kanada verkauft worden sind, diese Anforderungen erfüllen. Hierzu gibt es zwei Ausnahmen: Austauschnetzteile sind bis zum 1. Juli 2013 nicht betroffen, und vor dem 13. Juli 2017 hergestellte Sicherheitsnetzteile sind von den Leistungsanforderungen im Leerlauf befreit.

Nennausgangsleistung (Pno)
Typenschild

Durchschnittliche Mindestleistung
im aktiven Betrieb (W)

Maximale Leistung
im Leerlaufbetrieb (W)

< 1 Watt

0,5 * Pno

0,5

≥1 Watt und ≤ 51 Watt

0,09*Ln (Pno) + 0,5

0,5

> 51 Watt

0,85

0,5

Tabelle 1. EPS Energy Performance Standard (gültig ab 12. April 2012)
Quelle: Canada Gazette Part II, 12. Oktober 2011

Bei der Festsetzung der Stromverbrauchswerte im Stand-by-Betrieb für bestimmte Elektronikgeräte orientiert sich Kanada jetzt an den in der Ökodesign-Richtlinie der Europäischen Kommission ab 2013 festgelegten Grenzwerten (siehe Tabelle 2 unten). Diese Werte sind strenger als die Stand-by-Verbrauchsgrenzwerte in der US-amerikanischen EISA 2007.

Produktart

Leistung im Off-Modus (max)

Leistung im Stand-by-Modus (max)

mit Anzeige

ohne Anzeige

Kompaktaudiogeräte ohne Radiowecker

0,5 W

1 W

0,5 W

Radiowecker

1 W

2 W

Entf.

Fernseher

0,5 W

1 W

0,5 W

Videogeräte

0,5 W

1 W

0,5 W

Tabelle 2. Standby Minimum Energy Performance Standard - Stufe 2 (gültig ab 1. Januar2013)
Quelle: Canada Gazette Part II, 12. Oktober 2011
Eine Richtlinie für die Energieeffizienzvorschriften in Kanada und Informationen zu allen betroffenen Geräten finden Sie unter: http://oee.nrcan.gc.ca/regulations/guide.cfm.
Weiterführende Informationen zu MEPS für externe Netzteile finden Sie unter:
http://oee.nrcan.gc.ca/regulations/amendment11/external-power-supplies-oct2011.cfm?attr=0.
Weiterführende Informationen zu MEPS für den Stand-by-Betrieb finden Sie unter:
http://oee.nrcan.gc.ca/regulations/amendment11/standby-power-consumption-oct2011.cfm

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mrgreenEnergieeffizente Spielekonsolen?

07.01.2012 von Mr. Green

Bereits vor 2 Jahren berichtete ich bereits über die Pläne von Energy Star,  sich mit einer Spezifikation für Spielkonsolen zu befassen. (Siehe Blog: ENERGY STAR Getting Closer to Energy Efficiency Spec for Game Consoles.) Kurz danach wurde das Thema allerdings wieder auf Eis gelegt.

Als die Dinge in diesem Sommer wieder in Bewegung kamen, schlug die US-Umweltschutzbehörde EPA mit dem EPA-Recognition-Programm einen ganz anderen Ansatz vor: anstatt die Konsolen in die allgemeinen Computerspezifikationen aufzunehmen oder ein eigenes Effizienzprogramm für Spielekonsolen aufzustellen, wird die Anerkennung durch die EPA anstelle einer Kennzeichnung durch den ENERGY STAR eingesetzt.

Woher der Richtungswechsel bei der Beschränkung der Energieaufnahme von Spielekonsolen?  Normalerweise betrachtet ENERGY STAR die führenden 25 % der effizientesten Produkte einer Kategorie und entwickelt daraus den Bezugswert für die Festsetzung ihrer Anforderungen. Bei den Konsolen, wo es nur einige Modelle einer begrenzten Anzahl von Herstellern gibt, konnte dieses Modell nicht funktionieren. Das Anerkennungsverfahren verfolgt einen sehr viel differenzierteren Ansatz.

Um die Anerkennung durch die EPA zu bekommen, müssen die Spielehersteller zuerst eine Erklärung abgeben, die endgültigen Effizienzkriterien der ‚EPA Performance Requirements and Test Method‘ (werden bald herausgegeben) zu erfüllen. Bei Markteinführung erkennt die EPA dann diejenigen Produkte an, die diese Energieeffizienzkriterien erfüllen.

Als Teil der Anerkennung gibt die EPA die Anerkennung über die Consumer Electronics Association (CEA) und über soziale Netzwerke bekannt.

Es wird sehr interessant zu beobachten sein, wie dieser alternative Ansatz sich bewähren kann. Die Energieeffizienz von Videospielkonsolen ist heutzutage ganz bestimmt ein heißes Eisen. Entsprechend einer durch das im kalifornischen Palo Alto beheimatete Electric Power Research Institute durchgeführten Studie, verbraucht die Mehrheit der Konsolen im aktiven Modus immer noch weit mehr als 80 Watt, auch wenn sich die Effizienz bereits verbessert hat.

Lesen Sie mehr:
EPA-Anerkennung für Spielekonsolen als Chance

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mrgreenEnergieeffiziente Leuchtmittel – Technologie-neutral betrachtet

05.01.2012 von Mr. Green

Ein Vergleich zwischen der Performance und Zuverlässigkeit einer ENERGY-STAR-konformen CFL-Lampe und einer ENERGY-STAR-konformen LED-Lampe kann verwirrend sein.

In der vergangenen Woche hat die US-amerikanische Umweltbehörde EPA bei ihren Bemühungen, diese Verwirrung und die Überlappungen zwischen verschiedenen Energieeffizienzprogrammen zu beenden, einen Fortschritt erzielt – sie hat ihren ersten Entwurf einer Spezifikation veröffentlicht, die die Anforderungen für beide Arten von Leuchtmitteln harmonisiert: -ENERGY STAR Program Requirements Product Specification for Lamps (Light Bulbs).  Mit der neuen Spezifikation soll erreicht werden, dass die Vorgaben für Wirkungsgrade und Testverfahren die angestrebte Energieeffizienz und Qualität gewährleisten, unabhängig davon, mit welcher Technologie das Licht erzeugt wird.

Die Spezifikation gilt derzeit nicht für folgende Produktgruppen: Lampen, die an einem externen Vorschaltgerät, Treiber oder Transformator betrieben werden (hierzu zählen herkömmliche Leuchtstoffröhren, LED-Ersatzlampen für herkömmliche Leuchtstoffröhren und Niederspannungslampen); Lampen, die durch eine interne Energiequelle (d. h. solar) gespeist werden; Lampen mit einer Leistungsaufnahme, die keine brauchbare Beleuchtung zulässt; Lampen mit nicht-ANSI-konformem Sockel; Zhaga*-standardisierte LED-Leuchtmittel.

Die empfohlenen Wirkungsgradanforderungen sind geringfügig höher als bei den aktuellen Programmen; die Werte basieren auf Tests an verfügbaren ENERGY-STAR-qualifizierten Produkten.

Als Leistungsfaktor- (PF, Power Factor) Anforderung schlägt der Entwurf für alle Lampen >5 W einen Wert ≥ 0,7 vor. Dies ist der gleiche Wert, der bisher für LEDs gilt; er liegt über dem bisher für CFL-Lampen geltenden Wert (≥ 0,5). Einige Interessensgruppen möchten noch höhere PF-Werte spezifiziert sehen; die EPA bittet derzeit um Meinungen zur Umsetzbarkeit dieser Forderung. Den vollständigen Wortlaut der Spezifikation finden Sie unter: http://www.energystar.gov/index.cfm?c=new_specs.lamps

*Zhaga ist ein Industrieverband für die Standardisierung für Leuchtmitteln.

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mrgreenEin Juwel unter den Spezifikationen zur Messung der Energieeffizienz?

20.12.2011 von Mr. Green

Die Storage Networking Industry Association (SNIA) hat kürzlich ihre neue “Emerald”-Spezifikation für Leistungsmessungen veröffentlicht. Die im August publizierte Spezifikation beschreibt, wie die Energieeffizienz von Datenspeicherprodukten im Rahmen der Entwicklung und der Evaluierung durch Anwender zu messen ist, und soll zur Verbesserung der Standards beitragen.

Die im Jahr 1997 gegründete SNIA ist ein Wirtschaftsverband, der sich die Entwicklung und Förderung von Standards, Technologien und Schulungsservices zum Ziel gesetzt hat. Zu den Mitgliedern zählen Ingenieure und Entscheidungsträger aus namhaften Unternehmen wie Oracle, Cisco, HP und Hitachi.

Die Spezifikation ist ein weiteres Beispiel für eine Branche, die die Initiative ergreift und eigene Energieeffizienzkriterien aufstellt. Die Emerald-Spezifikation soll keineswegs die ENERGY-STAR- oder EC-EcodesignDirective-Programme ersetzen, sondern die Produktentwicklung durch einen umfassenderen Mess- und Testprozess zur Bewertung der Energieeffizienz von Speicherprodukten unterstützen.

Im vergangenen Jahr berichtete ich von einer ähnlichen Initiative der Underwriters Laboratories, die Testen als Ergänzung (nicht Ersatz) staatlicher Standards anbieten (siehe Blog: Meeting the Growing Need for Testing). Und wie die UL-Zertifizierung hat auch die SNIA ein Logo, das auf Produkten angebracht werden darf, deren Testergebnisse im SNIA Emerald Program Central Repository verfügbar sind.

Angesichts der Tatsache, dass dem Markt für “grüne” Datenzentren für die nächsten Jahre ein dramatisches Wachstum vorhergesagt wird, ist es interessant zu verfolgen, wie zugkräftig die SNIA-Spezifikation sein wird.

Weitere Informationen über die Emerald Specification der SNIA und deren Wortlaut finden Sie auf der SNIA Emerald Website.

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mrgreenWird Indien “grün”?

15.12.2011 von Mr. Green

Vor ein paar Monaten berichtete ich darüber, dass das Energieeffizienz-Bewertungssystem des indischen Bureau of Energy Efficiency (BEE Star Label) in die Gänge kommt und auf weitere Produkte ausgedehnt wird. Siehe Blog: Star-Label-System der indischen BEE wird auf Notebooks ausgedehnt. Damals waren 12 Produktkategorien in das BEE-Star-Label-Programm einbezogen, heute sind es 14.

Gemäß einem kürzlich in der Hindu Business Line erschienenen Artikel werden immer mehr energieeffiziente Produkte gekauft, obwohl diese teuerer sind. Der Artikel zitiert eine kürzlich von Market Xcel Data Matrix durchgeführte Studie, bei der 51% der Befragten versicherten, auf Energieeffizienz-Labels zu achten. Das deutet darauf hin, dass die Bürger das Star-Label-System annehmen.

Rajeev Jain, CEO von LG India, beobachtete, dass über 70% der Kühlschränke, die seine Firma verkauft, mit fünf Sternen (= höchste Energieeffizienzklasse) bewertet sind. Vorstände von Unternehmen wie Sharp und Panasonic bestätigten ebenfalls die steigende Nachfrage nach energieeffizienten Produkten in Indien.

In Entwicklungsländern wie Indien sind energieeffiziente Produkte besonders kritisch, weil der steigende Energiebedarf dieser Länder durch die vorhandene Produktionskapazität nicht gedeckt werden kann.

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen: Website der Hindu Business Line.

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mrgreenAuf der Jagd nach weiteren Energieverschwendern

02.11.2011 von Mr. Green

Die California Energy Commission (CEC) ist auf der Jagd nach den nächsten energiehungrigen Produkten, deren Leistungsaufnahme ein Riegel vorgeschoben werden soll.

Im vergangenen Monat hielt die Kommission einen informativen Workshop ab, mit dem Ziel herauszufinden, nach welchen Produkten als nächstes zu fahnden ist. Die üblichen Verdächtigen – Stromversorger, Hersteller und ihre Verbandsvorsitzenden, NGOs und andere Interessensgruppen – waren alle zugegegen. Eine wichtige Präsentation von Vertretern der Stromversorger schlug der CEC vor, gleichzeitig mehrere Studien durchzuführen – zu den Themenbereichen Elektronik, Beleuchtungstechnik und Wasser/Sonstiges. Zu den Kandidaten aus der Elektronik-Gruppe zählen Computer, Server, Spielkonsolen, TV-Set-Top-Boxen, kleine Netzwerkgeräte, Bildschirme und Imaging-Produkte (Drucker, Faxgeräte, Kopierer). Es überrascht nicht, dass diese Produkte derzeit dem ENERGY-STAR- und anderen freiwilligen Energieeffizienzprogrammen unterliegen. Der große Unterschied – und der Hauptgrund dafür, dass viele Hersteller sich auf die Reise nach Sacramento zum Workshop machten – ist, dass CEC-Regulierungen verpflichtend sind. Die Hersteller müssen sich entweder daran halten oder dürfen ihre Produkte nicht mehr in den USA verkaufen. Das Energieeinsparpotenzial ist beträchtlich; die Stromversorger schätzen die Gesamteinsparungen allein durch Computer, Bildschirme, Spielkonsolen und Set-Top-Boxen auf über 5.000 GWh.

Die CEC ist möglicherweise nicht in der Lage, sich alle vorgeschlagenen Produkte noch im Jahr 2012 vorzunehmen. Innerhalb der Elektronik-Gruppe (dunkelblaue Balken in der Grafik) tippe ich auf Computer, Server und Bildschirme. Diese Produkte versprechen große Energieeinsparungen und sind nicht so komplex wie die anderen Produkte (man denke beispielsweise an Set-Top-Boxen – diese können zwar mit stromsparenden Funktionen ausgestattet werden, doch kann es u. U. notwendig sein, diese Funktionen wegen betrieblicher Erfordernisse des Kabelnetzbetreibers zu deaktivieren). Unabhängig davon, welche Produkte sich die CEC vornehmen wird, erwarte ich bei künftigen Meetings einige lebhafte Diskussionen. Falls Sie sich an der Diskussion beteiligen möchten, registrieren Sie sich unter http://www.energy.ca.gov/appliances/

Lesen Sie regelmäßig meine neuesten Blog-Beiträge, um sich über das weitere Vorgehen der CEC auf dem Laufenden zu halten.
Die auf dem CEC-Meeting dargebotenen Präsentationen finden Sie unter http://www.energy.ca.gov/appliances/2011rulemaking/documents/2011-08-31_workshop/presentations/
Die kalifornischen Appliance Efficiency Regulations von 2010 finden Sie unter http://www.energy.ca.gov/2010publications/CEC-400-2010-012/CEC-400-2010-012.PDF

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mrgreenEnergieeffiziente Produkte lassen Strombedarf in den USA sinken

31.10.2011 von Mr. Green

Mr. Green’s Blog befasst sich hauptsächlich mit den häufigen Änderungen unterworfenen Energieeffizienz-Standards und -Technologien. Diese Woche möchte ich kurz von diesem Hauptthema abschweifen und Ihre Aufmerksamkeit auf die Auswirkungen lenken, welche die zunehmende Energieeffizienz auf den Stromverbrauch hat.

Einem kürzlich erschienenen Artikel von Associated Press war zu entnehmen, dass trotz einer zunehmenden Bevölkerungszahl und einem unersättlichen Appetit auf elektronische Geräte der Anstieg des Energieverbrauchs von Haushalten in den USA sich verlangsamt und der Energiebedarf innerhalb des kommenden Jahrzehnts sogar zurückgehen soll. Dadurch wird sich der seit der Erfindung der Glühlampe bestehende Aufwärtstrend umkehren.

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung des Strombedarfs:

Zeitraum

Strombedarf im Haushalt

1980 bis 2000

Anstieg um 2,5 Prozent

2000 bis 2010

Anstieg um 2 Prozent

2010 bis 2020

prognostizierte Abnahme um 0,5 Prozent

Als Gründe dafür wurden in diesem Artikel u. a. genannt:
•    Staatliche Programme: 28 Staaten haben Programme ins Leben gerufen, die Stromversorger dazu verpflichten, die Aufmerksamkeit ihrer Kunden auf das Thema Energieeffizienz zu lenken, und Anreize zur Verbesserung der Energieeffizienz schaffen.
•    Die Umstellung auf CFL- und LED-Beleuchtung
•    Die zunehmende Energieeffizienz von Netzadaptern für Mobiltelefone und tragbare Computer (Tablets, Laptops)
•    Energieeffizientere große Hausgeräte (bsw. Kühlschränke und Fernseher)

Zwar sind die positiven Ergebnisse, die sich jetzt zeigen, auf eine Kombination dieser und vieler anderer Faktoren zurückzuführen, doch tut es gut zu wissen, dass viele der Themen, die hier in Mr. Greens Blog diskutiert werden, positive Auswirkungen haben. Wenn das kein guter Grund ist, auch weiterhin zu bloggen!
Den AP-Artikel finden Sie unter Shocker: Power demand from U.S. homes is falling

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