Multikamera-System sorgt für Überblick in Park- und Rangiersituationen Blick für das Besondere #####

BMW-Fahrer sollen in jeder Situation souverän agieren können. Park- und Rangiersysteme werden bei BMW mit dieser Zielrichtung entwickelt. Dazu gehört auch das Multikamera-System des neuen 7ers, das den Fahrer bei Rangiervorgängen unterstützt.

Multikamera-System sorgt für Überblick in Park- und Rangiersituationen

BMW-Fahrer sollen in jeder Situation souverän agieren können. Park- und Rangiersysteme werden bei BMW mit dieser Zielrichtung entwickelt. Dazu gehört auch das Multikamera-System des neuen 7ers, das den Fahrer bei Rangiervorgängen unterstützt.

Das neue Multikamera-System besteht aus zwei anzeigenden Funktionen: RearView mit ergänzenden Informationen zum Lenkverhalten und zusätzlich einblendbaren Abstandsinformationen und Side-View, eine auf zwei Kameras aufbauende Ausfahrhilfe mit statischen Hilfslinien.

Jeder kennt die Situation, sein Auto im hektischen Verkehrsgeschehen schnell einparken oder an einer unübersichtlichen Stelle zurücksetzen zu müssen. Dank der neuen RearView- Kamera ist es dem BMW-Fahrer möglich, solche Situationen mit mehr Gelassenheit zu meistern.

Zusatzinformationen werten RearView auf

Wenn der Fahrer die RearView-Funktion aktiviert, wird das Bild der Kamera im hochauflösenden Display angezeigt. Zusätzlich können über das Kontextmenü ergänzende Informationen eingeblendet werden. Aktiviert wird RearView über das Einlegen des Rückwärtsgangs mit Hilfe des Gangwahlschalters oder durch Betätigen des Parktasters. Die Funktion wird bei Überschreiten einer Geschwindigkeit von 20 km/h oder Zurücklegen einer Strecke von 20 Metern automatisch ausgeblendet. Alternativ kann die RearView-Funktion auch per Parktaster oder Auswahl einer anderen Infotainment- Funktion direkt beendet werden.

Fahrzeug ermöglicht die Visualisierung der Abstandsinformationen und des Lenkwinkels im angezeigten Kamerabild in Form von Hilfslinien. Das System liest hierfür die notwendigen CAN-Bus-Nachrichten des aktuellen Lenkwinkels und der PDC-Abstandswerte (PDC – Parkdistanzkontrolle) aus. Daraus werden die ergänzenden Bildinformationen berechnet. Durch entsprechend farbige Balken, die mit der reinen PDC-Darstellung korrelieren, hat der Fahrer auf einen Blick alle notwendigen Informationen zur Verfügung.

Auf Wunsch werden dynamische und statische Hilfslinien eingeblendet (Bild 1), um das Manövrieren zu vereinfachen. Der Fahrweg wird bei maximalem und aktuellem Lenkwinkel angezeigt. So zeigen die dynamischen Hilfslinien in Form grüner Trajektorien den voraussichtlichen Weg des Fahrzeugs beim aktuellen Lenkeinschlag an. Rote, statische Linien bilden den maximal möglichen Lenkwinkel ab. Auch hier findet eine Vernetzung der unterschiedlichen Funktionen im Fahrzeug statt, um die relevanten Daten auszuwerten und entsprechend anzuzeigen.

Ist das Fahrzeug mit einer Anhängerkupplung ausgestattet, hilft beim Koppeln ein spezieller Anhänger-Zoom, der ebenfalls durch den Fahrer aktiviert und deaktiviert werden kann. In dieser Ansicht wird mittels Bildverarbeitung eine Draufsicht der Anhängerkupplung und der nächsten Umgebung aus der Vogelperspektive erzeugt.

Bei widrigen Wetterbedingungen wie Eis oder hoher Luftfeuchtigkeit kann die RearView-Kamera dank einer beheizten Optik stets ein klares Bild liefern. Falls die Kamera verschmutzt sein sollte, wird dieser Zustand vom Steuergerät erkannt – der Fahrer durch eine Warnung im zentralen Display darauf aufmerksam gemacht.

Die Kamera für die RearView-Funktion ist mit einem 120-Weitwinkelobjektiv ausgestattet, um einen möglichst großen Bereich hinter dem Fahrzeug abzubilden. Diese Objektive geben ein stark verzerrtes Bild wieder. Um gerade Linien in der Realität im Kamerabild auch wieder gerade darzustellen, ist eine Entzerrung des Bildes notwendig. Das Maß der Entzerrung wurde so gewählt, dass der Fahrer beim Betrachten des Bildes in Rangiersituationen immer noch einen richtigen Eindruck für Abstände erhält.

Für die genaue Darstellung des Bildes und die exakte Einblendung der Zusatzinformationen muss die Rear-View-Kamera kalibriert werden. Hierfür wird die genaue Position der Kamera ermittelt. Eventuell vorhandene Einbautoleranzen nehmen dann keinen Einfluss mehr auf die Qualität und Genauigkeit der Darstellung. Hierzu wird das Fahrzeug bei der Fertigung im Werk definiert vor einem Kalibriermuster ausgerichtet und der Kalibrierprozess gestartet. Im Laufe dieses Vorgangs erkennt die RearView-Kamera das Kalibriermuster und das Bild wird entsprechend der Fahrzeuggeometrie ausgerichtet.

zurück zur Übersicht