Aktuell Leser Top 5 Leser Best 5

Renesas, Fujitsu und Panasonic könnten SoC-Geschäft zusammenlegen

Japanischen und amerikanischen Medienberichten zufolge befinden sich Renesas, Fujitsu und Panasonic in Gesprächen darüber, ihr SoC-Geschäft zusammenzulegen. mehr...

Kindle Teardown

Was steckt im Kindle Fire?
Was steckt im Kindle Fire?

Das Innenleben des Amazon-Tablets: Diese ICs und Komponenten stecken im derzeit vielversprechendsten iPad-Konkurrenten.

Produkte des Jahres 2012

Fachartikel

Web TV im elektroniknet
Web TV im elektroniknet

Leistungsfähigere Akkus, energiesparende Funkstandards und vor allem das Smartphone könnten den Wearable Technologies einen neuen Schub versetzen. Ein paar Beispiele von der ISPO-Sportmesse in München.

Web TV im elektroniknet
Entwicklungstools zum Download
Entwicklungstools zum Download

Zahlreiche Hersteller bieten im Netz Online-Tools, zeitlich begrenzte Testversionen oder ganze Programmme zum Download an. Wir haben eine kleine Auswahl davon zusammengestellt.

Trends bei Leistungshalbleitern
Trends bei Leistungshalbleitern

Höhere Betriebstemperatur, schnellere Schaltfrequenz, kleinere Preise. Wie schon bei Silizium geht auch der Trend bei den neuen Materialien wie Siliziumcarbid und Galliumnitrid hin zu höheren Leistungsdichten.

Infoboxen Bauelemente

Technik zum Anschauen

Studie Supply Assurance

Studie Supply Assurance in der Elektronikindustrie
Studie Supply Assurance in der Elektronikindustrie

Wie kann die Elektronik-Lieferkette widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse werden? Das wollten Markt & Technik und das Beratungsunternehmen PRTM/PwC in ihrer gemeinsamen Studie »Supply Assurance«, herausfinden.
 
Hier eine kurze Zusammenfassung.
 
Die Ergebnisse können Sie als pdf gegen eine Schutzgebühr von 190,-- € hier bestellen.

Events

1.Benchmark Forum INTELLIGENTES ENGINEERING

21. - 22. März in München

1.Benchmark Forum INTELLIGENTES ENGINEERING

Die Ansprüche an die Automatisierungsplattformen steigen enorm: Gefordert sind immer kürzere Entwicklungszeiten, eine höhere Software-Qualität und die Verwendung moderner Software-Engineering-Methoden. Inwieweit erfüllen die Plattformen der Automatisierungsanbieter diese Anforderungen der Maschinenbauer? Die Unternehmen Siemens, Rockwell Automation, Beckhoff und B&R mehr...
 
Programm online – Melden Sie sich jetzt an!


Marktübersichten Bauelemente

Bauelemente-Marktübersichten

Electronic WebLessons

Electronic WebLessons
Electronic WebLessons

Die Electronic WebLessons vermitteln multimedial aufbereitet Basiswissen zum Thema Elektronik. Hier können Sie ihr Praxiswissen auffrischen oder sich die Grundlagen der Elektronik neu aneignen.

01. September 2010
Kondensatoren

Zuverlässigkeit von Elektrolytkondensatoren

Aluminium-Elektrolytkondensatoren beeinflussen durch ihre Qualität die Zuverlässigkeit der Geräte. Die Kenntnis wesentlicher Parameter dieser Bauelemente, die durch den in ihnen enthaltenen flüssigen Elektrolyten eine Besonderheit unter den elektronischen Bauteilen darstellen, ist zur sicheren Auslegung von Geräten unabdingbar. Die typischen Einflussfaktoren sowie die Definitionen der Zuverlässigkeit werden erläutert. Als Hilfsmittel zum erfolgreichen Einsatz stehen Leitlinien zur Verwendung von Elkos zur Verfügung.

Von Dr. Arne Albertsen

Anzeige

Aluminium-Elektrolytkondensatoren (Alu-Elkos, Elkos) sind wichtige Bestandteil vieler elektronischer Geräte. Erhöhte Anforderungen an die Energieeffizienz, die expandierende Nutzung erneuerbarer Energie und der stetig wachsende Elektronikanteil im Automobil haben die weite Verbreitung dieser Bauelemente vorangetrieben.

Innerer Aufbau eines Alu-Elkos.
Jianghai 
zoom
Bild 1. Innerer Aufbau eines Alu-Elkos.

In vielen Applikationen hängen Lebensdauer und Zuverlässigkeit des Gerätes direkt von den entsprechenden Parametern der Elkos ab [4]. Während ein früherer Beitrag [1] des Autors das Thema Lebensdauerabschätzung beleuchtete, geht dieser Artikel auf die Einflussfaktoren auf die Zuverlässigkeit von Elkos ein.

Aufbau und Herstellung von Elkos

Aluminium-Elektrolytkondensatoren vereinen in sich Eigenschaften wie Spannungsfestigkeiten im Bereich von wenigen Volt bis zu ca. 750 V und einen weiten Kapazitätsbereich von 1 μF bis über 1 F bei gleichzeitig kompaktem Aufbau. Eine hoch aufgeraute Anodenfolie mit einer dünnen Dielektrikumsschicht wird dabei vollflächig von einer passgenauen Katode, der Elektrolytflüssigkeit, kontaktiert (Bild 1). Die Herstellung von Elkos umfasst im Wesentlichen die folgenden Prozessschritte:

Ätzen: Hochreine Aluminiumfolien mit einer Dicke von 20 bis 100 μm sind das Ausgangsmaterial der späteren Anoden- und Katodenfolien. Der Ätzvorgang erhöht die Oberfläche des Anodenmaterials je nach Spannungsfestigkeit um mehr als das 120-fache (Bild 2).
Formieren: Die Anodenfolie trägt die Dielektrikumsschicht des Elkos, das Aluminiumoxid (Al2O3), welches in einem elektrochemischen Verfahren auf die aufgeraute Anodenfolie aufwächst. Das Verfahren wird als anodische Oxidation oder auch Formierung bezeichnet. Die Güte der Formierung, also eine gleichmäßig dicke und vollständige Überdeckung des Anodenmaterials mit Aluminiumoxid, ist dabei ein wesentlicher Schlüssel zur hohen Zuverlässigkeit der Bauteile im Betrieb, denn je weiter die Formierspannung oberhalb der Nennspannung liegt, desto mehr sinkt die Wahrscheinlichkeit eines dielektrischen Durchschlages. Praktische Werte für das Verhältnis aus Formierspannung zu Nennspannung liegen bei Jianghais Elektrolytkondensatoren typischerweise im Bereich 1,25 (Niedervolt) bis 1,6 (Hochvolt). Die Schichtdicke beträgt ca. 1,4 nm/V, also z.B. ca. 900 nm für einen Elko mit 450 V Spannungsfestigkeit. Dies entspricht weniger als dem Hundertstel der Dicke eines menschlichen Haares.
Zuschneiden: Die geätzte und formierte Folie wird auf so genannten Mutterrollen mit einer Breite von ca. 50 cm bereitgestellt. Aus diesen Mutterrollen entstehen beim Zuschneiden die Folienstreifen für Anoden- und Katodenmaterial in der jeweils benötigten Breite.
Wickeln: Anbringen der elektrischen Anschlussfähnchen an die Folien (Quetschung/Kaltschweißen) und Wickeln von Anode, Papier (Abstandhalter, ggf. mehrlagig) und Katode.
Imprägnieren: Die Poren des im Wickel enthaltenen Papiers und die gesamte Oberfläche der Anodenfolie werden mit der flüssigen Katode, dem Elektrolyten, benetzt.
Einhausung des Wickels im Becher, Herstellen einer elektrischen Verbindung zwischen den Anschlussfähnchen und den Löt- bzw. Schraubanschlusselektroden und Verschlussbördelung der Dichtung.
Nachformieren (Burn-in) zur Ausheilung der Schnittkanten.
100-prozentige Qualitätskontrolle der vitalen Parameter (Kapazität, Verlustfaktor, Leckstrom).

Oberfläche einer geätzten Anodenfolie.
Jianghai 
zoom
Bild 2. Oberfläche einer geätzten Anodenfolie.

Bild 2 zeigt eine elektronenmikroskopische Aufnahme der Oberfläche einer geätzten Hochvolt-Anodenfolie. Die homogene Verteilung und der große freie Querschnitt der geätzten Löcher ermöglichen es, Oxidschicht und Elektrolyt gleichmäßig über die gesamte Oberfläche einzubringen. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt im Produktionsablauf entscheidet sich, ob der Elko später den hohen Anforderungen in Bezug auf Zuverlässigkeit, Stromtragfähigkeit und Langlebigkeit in professionellen Industrieapplikationen gerecht werden kann.

Die einzelnen Prozessschritte haben großen Einfluss auf die Zuverlässigkeit von Elkos im Betrieb. Jianghai verfolgt hier das Ziel, einen hinreichenden Sicherheitsabstand der Formierspannung von der Nennspannung und eine ausreichende Verweildauer beim Nachformieren zu gewährleisten, um eine hohe Zuverlässigkeit zu erreichen. Da die Formierspannung nicht im Datenblatt angegeben wird, fällt es dem Endanwender nicht leicht, diese als Vergleichsparameter zu bewerten. Indirekt lassen sich jedoch durch gezieltes Nachfragen beim Hersteller und den Vergleich der Leckströme Schlüsse auf die Auslegungsphilosophie des jeweiligen Anbieters ziehen. Angesichts steigender Material- und Energiepreise beobachtet man vermehrt, dass sogar namhafte Hersteller die Formierspannung bei laufenden Serien senken. Jianghai betrachtet derartige Bestrebungen zur Kostenoptimierung aus Qualitätssicht als nicht vertretbar.