Bauelemente-Distributionsmarkt im Abschwung

Der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt (gemäß FBDi e.V.) gibt im vierten Quartal 2008 um 8,2 Prozent nach. Die Auftragslage bleibt schwach, die Book-to-Bill-Rate liegt bei 0,96.

Die Finanzkrise und die daraus resultierende Wirtschaftskrise haben auch den deutschen Elektronikmarkt und damit die Komponentendistribution voll erfasst, so der FBDi. Der Umsatz im vierten Quartal lag bei nur noch 529 Millionen Euro und ist damit um 8,2 Prozent niedriger als im Vergleichsquartal 2007. Der Aufragseingang ging auf 507 Millionen zurück, was einer Book-to-Bill-Rate von 0,96 entspricht. Im Gesamtjahr verlor der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt 6,1 Prozent und fiel auf rund 2,4 Milliarden Euro zurück.

Die aktuellen Umsatzzahlen der einzelnen Produktbereiche im vierten Quartal 2008: Während die Halbleiter rund 7,2 Prozent einbüßten (auf 368 Millionen Euro), traf es die passiven Komponenten mit -11,1 Prozent (82 Millionen) und die Elektromechanik mit -12 Prozent (62 Millionen). Die restlichen Bauelemente (Stromversorgungen und Displays) spielen mit rund 3 Prozent vom Gesamtumsatz eine untergeordnete Rolle.

An den Kräfteverhältnissen am Bauelemente-Distributionsmarkt hat sich zwischen den Bereichen Halbleiter (70 Prozent), Passive (15,5 Prozent) und Elektromechanik (11,5 Prozent) nichts geändert.

Auf das komplette Jahr 2008 gesehen hat der Bereich Halbleiter 5,5 Prozent verloren, der Bereich Passive ist um 10,3 Prozent zurückgegangen und Elektromechanik hat 6,6 Prozent eingebüßt. Wie es vom FBDi heißt, seien Auftragslage und Umsatzentwicklung quasi im Gleichklang nach unten marschiert.

FBDi-Vorsitzender Georg Steinberger (Avnet) kommentiert: »Angesichts der täglichen Hiobsbotschaften aus der Gesamtwirtschaft, die uns seit Monaten heimsuchen, hat sich 2008 für die Bauelementeindustrie und speziell die Distributoren noch relativ erträglich entwickelt. Im europäischen Vergleich stehen die Distributoren hierzulande noch gut da.«