AZEGO verringert Risiken aus Rechtsstreitigkeiten

Das Halbleiter-Handelshaus AZEGO AG (vormals ACG) hat laut eigenen Angaben »im Rechtsstreit mit dem Finanzamt Wiesbaden wegen angeblicher Umsatzsteuer-Karussellgeschäfte einen wesentlichen Erfolg erzielt«.

In einer Ad-hoc-Meldung heißt es: Rund drei Viertel der bisher strittigen Vorsteuer-Auszahlungen in Höhe von 8,8 Mio. Euro - bislang gegenüber dem Finanzamt durch Bankguthaben sowie Abtretung von Geschäftsanteilen zweier deutscher Tochtergesellschaften gesichert - wurden vom Finanzamt freigegeben. Über den restlichen, streitigen Betrag steht die AZEGO AG mit dem Finanzamt Wiesbaden weiter in Verhandlungen.

Die AZEGO AG beabsichtigt, einen wesentlichen Teil der freigegebenen Mittel den freien Liquiditätsreserven zuzuführen, die sich damit deutlich erhöhen werden. Außerdem soll die Präsenz der Gesellschaft in wachstumsstarken Regionen wie z.B. Fernost und Osteuropa verstärkt werden, was durch die Freigabe nun möglich geworden ist. Ein Teil des freigegebenen Betrages soll zur endgültigen Beilegung des Miet-Rechtsstreits Lessingstraße verwendet werden, in dem die AZEGO AG im Sommer 2005 in einem Urkundenprozess unterlegen war.

Auch in Frankreich ist die Gesellschaft weiterhin bemüht, das Verfahren wegen angeblicher Umsatzsteuer-Karussellgeschäfte der französischen Tochterfirma AZEGO Technology Services (FR) S.A. erfolgreich zu beenden.