Avnet Time beschleunigt das Wachstumstempo

Durch die Übernahme der Firmen Flint und Betronik und einer gehörigen Portion organischem Wachstum ist Avnet Time dem selbst gesteckten Umsatzziel von 200 Mio. Euro ein ganzes Stück weit näher gekommen.

Durch die Übernahme der Firmen Flint und Betronik und einer gehörigen Portion organischem Wachstum ist Avnet Time dem selbst gesteckten Umsatzziel von 200 Mio. Euro ein ganzes Stück weit näher gekommen. Hält die Nachfrage in den kommenden Monaten an, könnte Avnets Spezialist für Steckverbinder, passive und elektromechanische Bauelemente die 200-Millionen-Euro-Schwelle sogar noch überspringen.

»Beide Akquisitionen haben Avnet Time in den Schlüsselmärkten Deutschland und Großbritannien einen entscheidenden Schritt voran gebracht «, ist Michael Danylow überzeugt, der vor wenigen Monaten Klaus Emme als President der Avnet Time abgelöst hat. »Unsere Strategie ist auf organisches Wachstum ausgerichtet, aber auch darauf, diesen Prozess zum richtigen Zeitpunkt durch gezielte Akquisitionen zu beschleunigen«.

Mit den erfolgreichen Halbleiterschwesterfirmen konnte sich Avnets IP&E-Bereich bis dato nicht messen. Patrick Zammit, President Avnet Electronics Marketing EMEA, kündigte kräftige Investitionen an, um Marktanteil und Umsatz des europäischen Spezialisten für Steckverbinder, passive und elektromechanische Bauelemente nach oben zu treiben.

Die beiden Akquisitionen stärken Avnet Time nicht allein durch Umsatz, Mitarbeiter und zusätzliche Sales-Niederlassungen – sondern setzen vor allem einen weiteren Schwerpunkt im Logistiksektor: Flint verfügt mit PARETO über ein hocheffektives Tool für das C-Teile-Management, Betronik gilt als führend im Bereich kundenspezifischer C-Teile-Logistik.

Danylow ist überzeugt, dass die beiden Firmen Avnet Time damit hervorragend ergänzen. »Avnet Time hat sich sehr viel Kompetenz im Bereich technischer Unterstützung von IP&E-Produkten erarbeitet und letztlich damit die Basis für das organische Wachstum der letzten Jahre gelegt. Auch im IP&E-Bereich gibt es vieleerklärungsbedürftige Produkte, die Designunterstützung benötigen. »Aber ein erfolgreicher IP&E Distributor muss zwei Felder beherrschen: Er muss fundierte technische Betreuung leisten können, und er muss adäquate Logistikkonzepte bieten können«, erläutert Danylow, »denn die Logistik von hochvolumigen Low-Cost-Artikeln unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist eine der größten Herausforderungen im IP&E-Geschäft «.

In den letzten drei Jahren konnte Avnet Time seinen Umsatz aus eigener Kraft spürbar steigern – wenn auch das anfängliche Niveau weit hinter dem der großen Player im IP&E-Segment zurücklag. Zwischen 2004 und 2007 kletterte der Umsatz um 60 Prozent. In den ersten drei Quartalen 2007 konnte der Distributor ein Umsatzwachstum von knapp 32 Prozent im Passiv-Segment vorweisen, während der Markt im gleichen Zeitraum laut FBDi lediglich um 8,5 Prozent stieg. Die Zuwächse in der Elektromechanik beliefen sich auf 15 Prozent, gegenüber 8 Prozent Marktwachstum.

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Möglichst rasch wolle man die »kritische« Umsatzgröße 200 Mio. Euro erzielen, kündigte Patrick Zammit noch vor den beiden Übernahmen an. Ist der Vorsatz in greifbare Nähe gerückt? »Wenn wir unsere Ziele im Hinblick auf organisches Wachstum erreichen und den Umsatzbeitrag durch Flint und Betronik berücksichtigen, werden wir im laufenden Geschäftsjahr die Größenordnung nicht nur erreichen, sondern übertreffen«, meint Michael Danylow, »und derzeit deutet alles darauf hin«.

Ehrgeizige Ziele hat sich Avnet Time auch in weiteren europäischen Regionen gesetzt. Während man in Deutschland und UK nun positioniert ist, lässt die Präsenz in den Schlüsselmärkten Italien und Frankreich noch zu wünschen übrig. Hier hält man weiterhin nach geeigneten Übernahmekandidaten Ausschau. In den Nordic-Ländern ebenso wie in Osteuropa sieht Danylow noch viel Potenzial für weiteres organisches Wachstum. »Primäres Ziel ist es allerdings, unseren Marktanteil in den vier großen europäischen Märkten zu erhöhen.«