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Forschungsprojekt Vehicular CrowdCell: Macht aus Fahrzeugen mobile Sendemasten

Vehicular CrowdCell ist ein Forschungsprojekt der BMW Group in Zusammenarbeit mit dem Automobilzulieferer Peiker und Nash Technologies. Das Konzept nutzt in Autos eingebaute Femtozellen, um die Mobilfunknetze in der Umgebung dieser Fahrzeuge zu verbessern.

Um den Anforderungen der digitalen Gesellschaft gerecht zu werden, müssen Automobilhersteller den Lebensraum ihrer Kunden ins Fahrzeug einbinden. Telematikmodule wie die des Automobilzulieferers Peiker verbinden Autos dafür in Hochgeschwindigkeit mit der Außenwelt. Und auch außerhalb des Fahrzeugs erwartet die „Generation Smartphone“ einen lückenlosen Zugang zur digitalen Welt. Damit Netzprovider ein möglichst leistungsfähiges und flächendeckendes Mobilfunknetz anbieten können, hat Peiker [1] zusammen mit der BMW Group und Nash Technologies die Vehicular CrowdCell entwickelt. Diese basiert auf der 2015 vorgestellten Vehicular Small Cell, einer ins Fahrzeug integrierten Femtozelle, die sowohl die Verbindungsqualität innerhalb des Autos verbessert als auch die Strahlung und den Akkuverbrauch des Endgerätes deutlich reduziert.

Das neue Forschungsprojekt Vehicular CrowdCell nutzt nun diese „mobilen Sendemasten“, um bei Bedarf das Mobilfunknetz im Umfeld von Fahrzeugen mit eingebauter Femtozelle zu verstärken und zu erweitern. Funklöcher in schwach versorgten Gebieten könnten damit bald der Vergangenheit angehören. Wie wichtig dies sein kann, zeigt sich am Beispiel des eCalls: Das ab 2018 verpflichtend in neuen Modellen einzubauende automatische Fahrzeug-Notrufsystem überträgt die notwendigen Daten über das Mobilfunknetz – eine optimale Netzabdeckung ist somit nicht nur ein Komfort-Feature, sondern kann im Notfall Leben retten.