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Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC: Neues Entwicklungszentrum Elektromobilität Bayern

Die bisher auf zwei Standorte – Würzburg und Garching bei München – verteilten Aktivitäten der Batterieentwicklung sollen zukünftig in Würzburg am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC konzentriert werden. Ziel ist die Verbesserung von Festkörperbatterien und Lithium-Ionen-Speichern.

2011 wurde mit der Gründung der Fraunhofer-Projektgruppe Elektrochemische Speicher in Garching und dem Zentrum für Angewandte Elektrochemie ZfAE des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC in Würzburg der Grundstein für ein bayerisches Forschungs- und Entwicklungszentrum Elektromobilität gelegt, finanziell gefördert vom Bayerischen Wirtschaftsministerium. Nun wurden die Arbeiten der beiden Institutionen zu Batterietechnologien als Fraunhofer-Forschungs- und Entwicklungszentrum Elektromobilität Bayern FZEB in Würzburg konzentriert – für diese Ausbauphase überbrachte Staatsministerin Aigner Institutsleiter Prof. Dr. Gerhard Sextl weitere Fördermittel in Höhe von sechs Millionen Euro.

Das FZEB verpflichtet sich, in den nächsten Jahren zusätzlich 2,8 Millionen Euro an Industrieaufträgen und sonstigen Drittmitteln einzuwerben, sodass sich das Gesamtvolumen der zweiten Aufbauphase auf 8,8 Millionen. Euro beläuft. Darüber hinaus wird das bayerische Netzwerk Elektromobilität ausgebaut, um weitere Aspekte der Elektromobilität ganzheitlich anzugehen. Neben der Weiterentwicklung konventioneller Batterietechnologien haben dabei vor allem schnelle und leistungsstarke Hybridspeichersysteme eine besondere Bedeutung. In den kommenden Jahren soll es entscheidende Verbesserungen bei Festkörperbatterien und Lithium-Ionen-Speichern geben. Die Entwicklung von Festkörperelektrolyten auf der Basis von leitfähigen Keramiken und Polymeren soll einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu leistungsstarken und dennoch sicheren Batterien leisten.