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Standardisierte Hard- und Software-Module: Siemens nutzt PikeOS Hypervisor von Sysgo fürs Elektroauto

Siemens CT NTF Race hat eine Elektronikarchitektur für Elektrofahrzeuge von der Posttochter StreetScooter entwickelt. Die Plattform besteht aus einer standardisierten Hardware und dem PikeOS Hypervisor von Sysgo.

Der PikeOS Hypervisor von Sysgo kommt in Siemens' Plattform für Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Bildquelle: © Siemens

Der PikeOS Hypervisor von Sysgo kommt in Siemens' Plattform für Elektrofahrzeuge zum Einsatz.

Die zentrale Siemens [1]-Forschung hat den PikeOS Hypervisor im Rahmen des Forschungsprojekts »Reliable Automation and Control Environment«, RACE, als Software-Plattform gewählt, um die komplexe Elektronik-Architektur, die ein Höchstmaß an Sicherheit erfordert, im Auto deutlich zu vereinfachen. Nach dem Fly-by-Wire-Prinzip in der Luftfahrt sollte die Zahl und Komplexität der Steuergeräte inklusive Verkabelung deutlich reduziert und eine einfache, schnelle und günstige Integration neuer Fahrfunktionen durch Software realisiert werden, die hohe Sicherheits- und Zuverlässigkeitsstandards nach der ISO 26262 erfüllt.

Der PikeOS Hypervisor von Sysgo [2]wird in vielfältigen Domänen mit Sicherheitsanforderungen eingesetzt und ist für Luft- und Raumfahrt, Bahntechnik, Automotive und Industrielle Automation nach den geforderten Sicherheitsstandards zertifiziert. Seine strikte Partitionierung ermöglicht die individuelle und sichere Einbindung unterschiedlicher Software-Funktionen im Elektroauto, die von Infotainment bis zu sicherheitskritischen Assistenzsystemen reichen. Siemens legt mit Hilfe des Hypervisors eine Elektronik-Plattform vor, die rasch, kostengünstig und zuverlässig erweitert werden kann und für autonomes Fahren und die Einbindung in eine intelligente Verkehrsinfrastruktur vorbereitet ist.

Der erste Kunde, der die Vorteile der neuen Plattform nutz, ist StreetScooter, ein Tochterunternehmen der deutschen Post. [3]