Sie sind hier: HomeRubrikenAutomotiveElektromobilität

Neue Batteriekonzepte für Elektrofahrzeuge: Bis zu 1000 km Reichweite

Das gemeinsame Projekts »EMBATT« der Thyssenkrupp System Engineering GmbH, der IAV GmbH und des Fraunhofer IKTS hat sich die Entwicklung einer neuen Generation von Lithium-Ionen Batterien zum Ziel gesetzt, die kompakter, preiswerter und langlebiger sein sollen.

Bildquelle: © IAV
Beim EMBATT-Projekt sollen Lithium-basierte Hochleistungsbatterien direkt im Chassis des Fahrzeugs integriert werden.

Die drei Projektpartner entwickeln mit EMBATT das Konzept und darauf abgestimmte Fertigungstechnologien für planar aufgebaute, Lithium-basierte Hochleistungsbatterien, die direkt im Chassis des Fahrzeugs integriert werden. »Dadurch sind deutlich kompaktere Energiespeicherlösungen mit Energiedichten von 450 Wh/l und somit Reichweiten von bis zu 1000 km realisierbar«, erläutert Wolfgang Reimann, Bereichsleiter E-Traktion der IAV GmbH [1]. Vorab sind jedoch noch technische Herausforderungen zu meistern. Möglich wird dies, indem alle drei Partner ihre spezifischen Erfahrungen und Kompetenzen in einem gemeinsamen Projekt bündeln.

IAV als einer der führenden Engineeringpartner der Automobilindustrie bringt seine Entwicklungsexpertise von der Fahrzeugkonzeptionierung, Fahrzeugsicherheit, Batterieauslegung, Konstruktion bis hin zur Applikation der Steuergerätesoftware in das EMBATT-Projekt ein.

Das Fraunhofer IKTS forscht an der Entwicklung maßgeschneiderter Materialien und spezieller Verfahren zur Elektrodenherstellung. Thyssenkrupp System Engineering ist ein erfahrener Hersteller von Fertigungsanlagen und Produktionsequipment für den Fahrzeugbau und für die Batterieherstellung.

Thyssenkrupp System Engineering und das Fraunhofer IKTS betreiben gemeinsam ein Technikum im sächsischen Pleißa, in dem neben umweltfreundlichen Prozessen zur Herstellung der Batterieelektroden auch laserbasierte Bearbeitungsverfahren und Fügeprozesse für die effiziente generative Produktion von Lithium-Batterien untersucht werden. »Durch diese Verbindung von Werkstoff- und Technologie-Know-how der Kooperationspartner sollen die Systemkosten von Lithium-Ionen-Batterien auf 200 €/kWh reduziert werden.«, so Dr. Mareike Wolter, Gruppenleiterin Mobile Energiespeichersysteme am Fraunhofer IKTS.