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Forschungsprojekt "EFA 2014": Konzept für eine reichweitenoptimierte Mobilität

Zum Abschluss des Forschungsprojekts „Energieeffizientes Fahren 2014“, kurz EFA, haben die in einem Konsortium zusammengeschlossenen Partner neue Erkenntnisse und grundlegende Entwicklungsstrategien zur Erhöhung der Reichweite von Elektrofahrzeugen vorgestellt.

Abschluss des Forschungsprojekt "EFA 2014" unter Konsortialführung der BMW Group. Bildquelle: © BMW AG
Abschluss des Forschungsprojekts "EFA 2014" unter Konsortialführung der BMW Group.

Die Steigerung der Reichweite ist ein Faktor für das Erreichen der von der Bundesregierung gesetzten Ziele im Bereich der Elektromobilität. Dabei spielen Fahrzeugarchitektur, Elektromotoren, Batterietechnologie und intelligentes Energiemanagement eine große Rolle. 

Im Forschungsprojekt EFA 2014 erarbeiteten die Partner Technologien, die ein energieeffizientes Fahren fördern. Intelligente Vernetzung kann dabei das Antriebssystem, das Wärmemanagement oder den Fahrer mit umfassenden energierelevanten Informationen versorgen. So lassen sich Daten über die geplante Fahrstrecke und die Verkehrslage nutzen, um die Betriebsstrategie sowie das Fahrverhalten auf die Erzielung einer möglichst hohen Reichweite auszurichten. Das Konzept für einen Effizienzassistenten, der den Fahrer besonders umfassend im Sinne einer reichweitenoptimierten Mobilität unterstützt, baut auf heute bereits in BMW [1]-i-Modellen eingesetzten Systemen zur intelligenten Vernetzung auf. Mit dem im i3 und i8 verfügbaren Reichweitenassistenten für das Navigationssystem Professional werden Daten wie das Streckenprofil und Echtzeit-Verkehrsinformationen bei der Ermittlung der Reichweite berücksichtigt. Auf Wunsch kann bei der Zielführung auch eine energieeffiziente ECO Route gewählt werden. Der mit dem Fahrerlebnisschalter aktivierbare ECO PRO Modus sorgt zudem für eine auf maximale Reichweite ausgerichtete Betriebsstrategie für das Antriebssystem sowie für elektrisch betriebene Komfortfunktionen.

Mittelfristig lassen sich mit den im Rahmen von "EFA 2014" erarbeiteten Konzepten zusätzliche Potenziale im Bereich des intelligenten Energiemanagements erschließen. Ein Beispiel dafür ist die im Verlauf des Projekts getestete Übermittlung von Daten der zentralen Ampelsteuerung der Stadt Dresden an Elektrofahrzeuge getestet. So ließen sich Betriebsstrategie und Fahrgeschwindigkeit auf das Ausnutzen einer „Grünen Welle“ ausnutzen. Außerdem wurde das Fahrzeug in die Lage versetzt, die Verzögerung bei der Annäherung an eine Kreuzung so effizient wie möglich zu gestalten und während des Stillstands den Betriebsmodus elektrischer Verbraucher je nach Dauer der Rotphase zu variieren.

Weitere Beiträge zur Effizienzsteigerung lassen sich durch neue Technologien in den Bereichen Fahrzeugbeleuchtung und Thermomanagement erzielen, wie LED-Scheinwerfer.

Mit den jetzt zur Reichweitensteigerung bei Elektrofahrzeugen vorgestellten Konzepten kommt ein insgesamt über vier Jahre angelegtes Forschungsvorhaben zum Abschluss. In einer ersten Phase des Projekts „Energieeffizientes Fahren 2014“ wurden Technologien konzipiert, die bei herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen zu einer Verbrauchsreduzierung um rund zehn Prozent führen können. Zu den an der zweiten Phase von EFA 2014 beteiligten Partnern gehören neben BMW Bosch, Continental, Daimler [2], Elmos Semiconductor, Hella, Infineon Technologies, Valeo, metaio und REO AG sowie das FKFS, das FZI, das ZAE Bayern, die Technische Universität Dresden und die Stadt Dresden.