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Kabelloses Laden: Was die Elektromobilität von der Formel E lernen kann

Die Formel E steht in den Startlöchern. Bevor das offizielle Rennen am 13.09.2014 in Peking losgeht, fanden im August die letzten Testtage im Donington Race Park statt. Mit dabei: Qualcomm Halo, dessen induktive Ladetechnik das erstmals präsentierte Safety-Car, einen BMW i8 sowie die Medical Cars (BMW i3) mit Strom versorgt. In der nachfolgenden Saison soll diese Technik dann auch bei Rennwagen zum Einsatz kommen.

Fit für die Formel E: Medical Car (BMW i3) und Safety Car (BMW i8) werden bereits in der Startsaison induktiv ladbar sein. Der Rennwagen Spark-Renault SRT 01_E wird in der zweiten Saison induktiv mit Strom versorgt. Bildquelle: © Qualcomm

Fit für die Formel E: Medical Car (BMW i3) und Safety Car (BMW i8) werden bereits in der Startsaison 2014 induktiv ladbar sein. Der Rennwagen Spark-Renault SRT 01_E wird voraussichtlich ab der zweiten Saison induktiv mit Strom versorgt.

„The less wire the better“, ist das Motto, das sich die Formel E auf die Fahne geschrieben hat. „Wir wollten etwas komplett Neues neben der Formel 1 kreieren. Und zwar nicht nur in Hinsicht auf den Motorsport an sich, sondern auch in Bezug auf Umwelt und neuen Technologien“, erklärt Jaume Sallares, Marketing-Leiter der Formel E. Mit Stecker und Kabel zu laden ist nicht nur umständlich, sondern mindert auch die Attraktivität des Rennens. Qualcomm unterstützt die Formel E von Beginn an als Technologiepartner. „Wir wollen der Bevölkerung zeigen, dass kabelloses Laden keine utopische Technologie ist, sondern dass sie bereits einsetzbar ist", betont Dr. Anthony Thompson, VP Business Development & Marketing von Qualcomm [1]Europe. "Das geschieht am besten über den Motorsport, der viele Menschen begeistert und anzieht.“

Im Rahmen des letzten Testtags wurde offiziell das Safety Car präsentiert: Der BMW [2]i8 ist mit dem induktiven Ladesystem von Qualcomm ausgestattet. Das System besteht aus zwei Spulen, nämlich einer Primärspule, die auf oder unter der Straßenfläche angebracht ist (Bodenplatte) und einer Sekundärspule im Fahrzeug (Fahrzeugplatte). Sobald sich das Fahrzeug in der Ladezone befindet, erzeugt der magnetische Fluss in der Fahrzeugplatte einen Wirbelstrom. Die übertragene Wechselspannung wird anschließend in Gleichspannung umgesetzt, um die Batterie zu laden.

Der Wirkungsgrad erreicht rund 92 Prozent, das Safety Car verfügt über ein Ladesystem mit einer Übertragungsleistung von 20 kW. Die 92 Prozent werden auch dann erreicht, wenn sich das Fahrzeug nicht direkt auf der Bodenplatte befindet, die Toleranz beträgt momentan 150 mm.

Die Formel E wird in 10 Städten weltweit stattfinden – Berlin, Hongkong, Peking, Rom, London, Miami, Los Angeles, Buenos Aires, Rio de Janeiro und Putrajaya. Freies Training, Qualifying und Rennen werden an einem Tag stattfinden. Um die Formel E vor allem für die junge Generation attraktiv zu gestalten, wird ein so genanntes FanBoost eingeführt, in dem über eine Abstimmung in sozialen Medien sowie den offiziellen Veranstalterseiten für die Fahrer gevotet werden darf.