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Aktives Gaspedal von Bosch: Mehr Sicherheit bei geringerem Verbrauch

In Verbindung mit Assistenzsystemen wird das aktive Gaspedal zum Warnzeichen: Gekoppelt mit dem Navigationssystem oder einer Kamera zur Verkehrszeichenerkennung gibt das Pedal dem Fahrer ein Klopfzeichen, wenn er sich zum Beispiel zu schnell einer gefährlichen Kurve nähert.

Bildquelle: © Bosch

Mit einem sanften Klopfen zeigt das aktive Gaspedal die Grenze zwischen Pedalstreicheln und Bleifuß.

Mit Hilfe des Feedbacks lässt sich zudem auch der Kraftstoffverbrauch um bis zu sieben Prozent senken. Entsprechend reduzieren sich auch die CO2-Emissionen. Das ist möglich, da sich das Gaspedal konsequent mit anderen Funktionen im Fahrzeug vernetzen lässt – beispielsweise mit der Gangschaltung. Bisher zeigen lediglich kleine Pfeile im Display den optimalen Schaltpunkt an. Mit dem aktiven Gaspedal von Bosch erhält der Fahrer auf Wunsch eine spürbare Empfehlung, wann er schalten sollte.

Zusätzliches Einsparpotenzial ermöglicht die Verbindung mit Start/Stopp-Segeln – also wenn der Motor bei voller Fahrt ausgeschaltet wird, um Kraftstoff zu sparen. Das Gaspedal kann so eingestellt werden, dass es Rückmeldung gibt, sobald der Segelmodus sinnvoll ist. Bei Hybridfahrzeugen bietet das Pedal ebenfalls starkes Einsparpotenzial, da es den Verbrenner und Elektroantrieb spürbar über den Gasfuß trennt. Bei jedem bevorstehenden Wechsel vom Elektro- zum Verbrennungsmotor gibt das intelligente System, das zwischen den beiden Antriebssystemen agieren kann, ein haptisches Signal als Hinweis. Damit kann der Fahrer ganz einfach und intuitiv sein Fahrverhalten anpassen, um noch mehr Kraftstoff einzusparen und Emissionen zu vermeiden.

Doch das aktive Gaspedal kann Autos nicht nur sparsamer, sondern auch sicherer machen. Denn die innovative Komponente lässt sich mit einer ganzen Reihe von Assistenzsystemen vernetzen. In Verbindung mit Abstandswarnern mahnt das System beispielsweise durch Vibrieren, nicht mehr weiter zu beschleunigen. Die spürbaren Signale können in Form und Stärke durch einfache Softwareeinstellungen individuell an die Kundenwünsche angepasst werden.

Weitere Funktionen entstehen durch die Vernetzung mit Onlinedaten: In Verbindung mit dem Navigationssystem gibt das aktive Gaspedal dem Fahrer Zeichen, wenn er sich zum Beispiel zu schnell einer scharfen Kurve nähert. Zusätzlich kann das Fahrpedal mit einer Kamera gekoppelt werden, die Schilder mit Tempolimits erkennt. Übertritt der Fahrer dann das Geschwindigkeitslimit, warnt das Gaspedal per Klopfen oder Gegenkraft. Warnungen zu gefährlichen Situationen wie Falschfahrern, unübersichtliche Staus, Querverkehr oder andere Gefahrenstellen auf der geplanten Route gibt das vernetzte Auto dann zusätzlich über das vibrierende Pedal an den Menschen hinter dem Lenkrad weiter.