ZVEI: 2 Milliarden Euro Einsparpotenzial bei elektrischen Antrieben

Nach einer Erhebung des Fachbereichs Elektrische Antriebe im ZVEI besteht bei elektrischen Antrieben in Maschinen und Anlagen der deutschen Industrie ein Einsparpotenzial in Höhe von jährlich 27 Milliarden KWh. Dies entspricht 11 Prozent des gesamten industriellen Stromverbrauchs bzw. über 2 Milliarden Euro eingesparte Energiekosten.

Laut ZVEI steigt der Anteil hoch effizienter elektrischer Antriebssysteme deutlich an. Ende des Jahres 2006 lag der Marktanteil der Energie-Effizienzklasse 1 (EFF1) in Europa bei 12 Prozent und damit doppelt so hoch wie noch drei Jahre zuvor. Die Klasse EFF2 hat sich mit 85 Prozent Marktanteil in Europa zur Standard-Wirkungsgradklasse gemausert. Insgesamt werden von etwa 30 Millionen installierten Antrieben in der deutschen Industrie rund zehn Millionen als modernisierungsbedürftig angesehen.

Dieses Potenzial kann mit Motoren der Klasse EFF1 und elektronischer Drehzahlregelung erlangt werden. Nach aktuellem Energiemix könnte damit allein in Deutschland jährlich eine Emission von 17 Millionen Tonnen Kohlendioxyd vermieden werden. »Häufig haben die Stromkosten einen Anteil von 90 Prozent an den gesamten Lebenszyklus-Kosten. Der Anschaffungspreis liegt weit unter zehn Prozent. Das Geld liegt also gewissermaßen auf der Straße«, so Werner Blaß, Geschäftsführer im ZVEI Fachverband Automation.