VDMA Robotik + Automation: Gut 20 Prozent Minus

Nach einem hervorragenden Jahr 2008 erwartet der VDMA-Fachverband Robotik + Automation für 2009 einen Umsatzrückgang von insgesamt gut 20 Prozent in den von ihm vertretenen Branchen Bildverarbeitung, Montage- und Handhabungstechnik sowie Robotik. Der Umsatz läge dann aber immer noch auf dem Niveau von 2006.

Um 13 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro stieg der Umsatz der deutschen Bildverarbeitungs-, Montage- und Handhabungstechnik- sowie Robotik-Branche im Jahr 2008. »Das vergangene Jahr war für unsere Branchen das dritte Wachstumsjahr in Folge - in den drei Jahren seit 2006 nahm der Branchenumsatz insgesamt um 35 Prozent zu«, betonte Dr. Norbert Stein, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands.

Das höchste Wachstum erzielte 2008 die Robotik: Ihr Branchenumsatz kletterte um 15 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. »Hintergrund dessen war ein fortgesetzter weltweiter Trend zur Automatisierung«, erläuterte Stein. »Auch die Hersteller von Montage- und Handhabungstechnik, die mit einem Wachstum von 14 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro ihr bislang erfolgreichstes Geschäftsjahr verzeichneten, profitierten davon.« Die industrielle Bildverarbeitung, die über viele Jahre die am dynamischsten wachsende Teilbranche war, legte nochmals um 5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu.

Auf das Rekordjahr 2008 folgte aber sogleich ein umso tieferer Fall: Im ersten Quartal 2009 ging der Auftragseingang gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 48 Prozent zurück. »Dies macht es leider erforderlich, unsere im Februar abgegebene Prognose von minus 6 Prozent deutlich nach unten zu revidieren«, sagte Stein. Unter der Prämisse, dass sich das Finanzsystem in den kommenden Wochen und Monaten schrittweise wieder etwas normalisiert, geht der Fachverband Stein zufolge davon aus, »dass die aktuelle Auftragseingangsentwicklung nicht bestimmend sein wird für den Branchenumsatz. Wir halten es für möglich, dass der Umsatz von Bildverarbeitung, Montage- und Handhabungstechnik sowie Robotik 2009 insgesamt um gut 20 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro und damit auf das Niveau von 2006 zurückgeht.«

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