VDMA: Positive Bilanz für 2008, ungünstige Prognose für 2009

Trotz des schlechten vierten Quartals konnte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau für das Jahr 2008 eine positive Bilanz ziehen: Die Maschinenproduktion wuchs gegenüber 2007 real um 5,4 Prozent auf 194 Milliarden Euro. Für 2009 erwartet der Branchenverband VDMA jedoch einen Rückgang von 7 Prozent.

Der Branchenumsatz stieg um nominal 8 Prozent von 189,5 auf 204,8 Milliarden Euro. Besonders erfolgreich waren die Teilbranchen Verfahrenstechnik und Landtechnik mit Umsatzzuwächsen von mehr als 30 Prozent. Die Kapazitätsauslastung der Branche lag zur Jahreswende im Schnitt bei 88,9 Prozent (Ende 2007: 92 Prozent). Die detailierten Branchendaten finden Sie als Grafiken in der nachfolgenden Bildergalerie:

Für das laufende Jahr erwartet der VDMA jedoch einen Rückgang der realen Produktion von Maschinen und Anlagen von – im Durchschnitt – 7 Prozent, allerdings mit einer extremen Spreizung innerhalb der Branchen. Wesentliche Bedingungen, an die der Verband seine Stagnationsprognose vom Oktober 2008 geknüpft hatte, haben sich Wittenstein zufolge nicht erfüllt. »Viele Kunden im In- und Ausland haben auf die weltumspannende Krise der Realwirtschaft mit wachsender Verunsicherung reagiert und weitreichende Investitions- und Ausgabenstopps verhängt«, erläuterte er.

Ausgesprochen mager fiel im Dezember 2008 der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau aus: Er lag im Dezember 2008 um real 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Inlandsgeschäft sank um 39 Prozent, und bei der Auslandsnachfrage gab es ein Minus von 41 Prozent. Im von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich von Oktober bis Dezember 2008 ergibt sich insgesamt ein Rückgang von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und zwar im Inland um 28 und im Ausland um 30 Prozent.