Umsatzplus bei Lenze

Die Firma Lenze meldet einen Gruppen-Umsatz von 621 Millionen - ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auf der Bilanzpressekonferenz gab der Hersteller von Antriebs- und Automatisierungstechnik das Ergebnis für das Ende April abgelaufene Geschäftsjahr 2007/2008 bekannt: Der Gruppenumsatz stieg von 587 Millionen Euro im Vorjahr um insgesamt 34 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss bewegt sich dabei mit 35 Millionen Euro auf Vorjahres-Niveau.

»Auch wenn das Weltwirtschaftsklima derzeit abkühlt, bleibt die Lenze-Gruppe stark«, zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Dr. Erhard Tellbüscher optimistisch, der die aktuellen Zahlen gemeinsam mit Finanz-Vorstand Michael Mölleken präsentierte. Analog zu den Statistiken des ZVEI registriert auch Lenze ein verhaltenes Wachstum in Nordamerika. Dagegen war die Entwicklung in Westeuropa insgesamt relativ gut. In Asien legte Lenze weiter zu.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank gegenüber dem Vorjahr um 7 auf 49 Millionen Euro. Als Ursache nannte Finanzvorstand Michael Mölleken einen einmaligen Sonderertrag von 7 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2006/2007 infolge einer Schadenersatzforderung.

Die Mitarbeiterzahl der Lenze-Gruppe erhöhte sich um 210 auf 3413 Beschäftigte. Rund ein Drittel der neuen Arbeitsplätze wurden in Deutschland geschaffen. Trotz der verhaltenen Umsatzprognose für 2009 soll die Mitarbeiterzahl beibehalten werden. Dazu Dr. Tellbüscher: »Wir planen keinerlei Entlassungen und werden die vorhandenen Flexibilisierungs-Möglichkeiten der Arbeitszeiten bei Bedarf nutzen.«

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung stiegen um 6 Prozent von knapp 37 auf gut 39 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2007/2008. Das schlägt sich beispielsweise in den aktuellen Produktentwicklungen nieder, die zur SPS/IPC/DRIVES angekündigt wurden: Mit einem modularen Multi-Achs-Servosteller ergänzt Lenze das Antriebs-Spektrum für PC-basierte Steuerungslösungen.

Das mit verschiedenen Leistungsteilen (zum Beispiel 2 x 20 A, 1 x 16 A) kundenspezifisch zu konfigurierende Gerät ist für zentrale Automatisierungsarchitekturen gedacht, bei denen sowohl die Logik wie auch die Motion-Control-Funktionen in einer zentralen Steuerung realisiert werden. Voraussetzung für die Umsetzung dieses Konzepts ist ein schnelles Kommunikationssystem. Lenze setzt hier auf Ethernet-basierende Systeme, allen voran auf Ethercat.