Auf den Fersen der Kanzlerin

Auf den Fersen der Kanzlerin

Spaziergang über die Hannover Messe 2012

Auf den Fersen der Kanzlerin

Die Hannover Messe zieht auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher an. Diejenigen, die nicht nach Hannover fahren konnten, laden wir nun auf einen Rundgang über die Hannover Messe 2012 ein. Klicken Sie sich durch!

Messeneuheiten 2012

Messeneuheiten 2012

Produkte auf der Hannover Messe 2012

Messeneuheiten 2012

Auf der Hannover Messe waren wieder zahlreiche Produktneu- und weiterentwicklungen zus ehen. Machen Sie sich einen schnellen Überblick!

Hannover Messe 2012

Hannover Messe 2012
Hannover Messe 2012

Vom 23. bis 27. April 2012 öffnet die Hannover Messe wieder ihre Pforten: Von der Fertigungs- und Prozessautomatisierung über Energiekonzepte und Energieinfrastruktur bis hin zum Themengebiet Elektromobilität können sich Besucher in 12 Hallen und auf dem Freigelände informieren.

Technik & Know-how

Technik & Know-how

Unternehmensnachrichten

Unternehmensnachrichten

Jahresrückblick 2011

Jahresrückblick 2011

Das passierte in der Automatisierung

Jahresrückblick 2011

Das Jahr 2011 bot der Automatisierung von allem etwas: Übernahmen, Pleiten, Umsatzrekorde, Kooperationen und Innovationen. Lassen Sie das Jahr Revue passieren!

Event Benchmark Forum / HMI

DESIGN&ELEKTRONIK-Entwicklerforum HMI – Komponenten & Lösungen
DESIGN&ELEKTRONIK-Entwicklerforum HMI – Komponenten & Lösungen

Am 24. Mai 2012 findet das DESIGN&ELEKTRONIK-Entwicklerforum »HMI – Komponenten & Lösungen« mit begleitender Fachausstellung statt. Die Themen: »Bedienen und Beobachten: Technik, Know-how und Tools für das Design moderner Benutzerschnittstellen«.

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2. Energie&Technik Smart Home & Metering Summit

Call for Papers!

2. Energie&Technik Smart Home & Metering Summit

Auf dem 2. Energie&Technik Smart Home & Metering Summit am 16. -17. Oktober 2012 in Ludwigsburg dreht sich alles um die Themen Smart Home, Smart Metering, Smart Grid.

Senden Sie uns jetzt Ihre Beiträge!

Faszination Technik

Faszination Technik

Fotoausstellung Deutsche Technikstraße

Faszination Technik

Seit Anfang April gastiert die Fotoausstellung "Deutsche Technikstraße" der VDI-Initiative "Sachen Machen" an der RWTH in Aachen. Die Motive der Aufnahmen des mehrfach ausgezeichneten Fotografen Thomas Ernsting zeigen technische Errungenschaften, Innovationen und neue Verfahren. Sehen Sie hier Auszüge aus der Ausstellung.

Produkte des Jahres

Forschungsstadt PlanIT Valley

Forschungsstadt PlanIT Valley

Eine Stadt - 100 Millionen Sensoren

Forschungsstadt PlanIT Valley

PlanIT Valley - so lautet der Name einer intelligente Forschungsstadt, die in der Nähe von Porto in Portugal entstehen soll, ihr Zweck: In einer realistischen Umgebung Lösungen zeigen, mit denen sich mittels moderner Elektronik und IT Energieverschwendung deutlich reduzieren und die Lebensqualität steigern lässt - ohne zusätzliche Kosten.

Videos

Videos

Marktübersichten aus der Automation

Marktübersichten aus der Automation
17. November 2011
Sicherheitstechnik

Wie sicher ist sicher genug?

Kontrollraum

Wie sicher ist sicher genug?

Sicherheitssysteme in technsichen Anlagen können teuer werden. Allgemein müssen die Aufwendungen in technische Sicherheitsmaßnahmen dem Nutzen der Anlage gegenübergestellt werden, jedoch unter Berücksichtigen des verbliebenen Restrisiko. Mensch-Maschine-Systeme können als wirtschaftliche Alternative bei der Realisierung von Sicherheitsanforderungen helfen.

Dr. Rudolf Ganz

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Technische Anlagen und elektronische Komponenten, die Aufgaben im Rahmen der funktionalen Sicherheit übernehmen, werden in der Regel durch entsprechende Maßnahmen im Produktentstehungsprozess für diese vorbereitet und abschließend hinsichtlich der Zielerreichung bewertet und ggf. unabhängig begutachtet.

Bei der Systemgestaltung wird sich der Systemarchitekt insbesondere bei besonders hohen Anforderungen an die Sicherheit nicht auf die korrekte Funktion einer einzelnen Einheit / Komponente verlassen. Herkömmlicherweise wird er dieser z.B. einen weiteren, möglichst unabhängig arbeitenden und ggf. diversitären Funktionskanal hinzufügen. Dieser kann entweder als Prüfeinrichtung Fehler der Primäreinheit erkennen oder im Fall funktionaler Redundanz bei Unterschieden den Fehler durch Vergleich offenbaren und eine entsprechende sicherheitsgerichtete Reaktion auslösen, um das System in einen sicheren Zustand zu überführen.

Ein solches mehrkanaliges System kann „noch sicherer“ gemacht werden, indem beispielsweise ein weiterer Kanal oder eine zusätzliche Prüfeinrichtung, als Prüffunktion des obigen Ansatzes, hinzugefügt wird. Dies könnte nun prinzipiell beliebig fortgesetzt werden, doch letztlich muss die Frage nach der Angemessenheit gestellt werden, die auch die Wirtschaftlichkeit dieses Ansatzes betrachten muss. Allgemein müssen die Aufwendungen in technische Sicherheitsmaßnahmen dem Nutzen der Anlage gegenübergestellt werden, jedoch unter Berücksichtigen des verbliebenen Restrisiko (als Produkt aus möglichem Schadenausmaß und der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Fehlerfalls bzw. Unfalls). Ist die Anlage in diesem Sinne nicht wirtschaftlich und gleichzeitig mit angemessener Sicherheitsintegrität zu realisieren, so muss die Realisierung gänzlich in Frage gestellt werden.

Kernfrage an dieser Stelle ist daher: Was ist nun angemessen?

Um diese Frage zu beantworten, wird das Restrisiko häufig monetär, beispielsweise durch zu entrichtende Versicherungsprämien bewertet. Hier stoßen wir an Grenzen, was ist z.B. der Wert eines Menschenlebens. Daher müssen andere Maßstäbe für die Angemessenheit genutzt werden, die weitere Faktoren wie z.B. die gesellschaftliche Akzeptanz bzw. Ablehnung solcher Risiken berücksichtigen.

Hierzu finden sich in der Literatur verschiedene Ansätze, wie sie beispielsweise im Anhang D der EN 50126 „Beispiele für Grundsätze der Risikoakzeptanz“ dargestellt sind. Ein solcher Ansatz folgt dem MEM Prinzip (Minimum Endogenous Mortality). Dieser bezieht sich auf die natürliche Sterblichkeitswahrscheinlichkeit des Menschen (Wahrscheinlichkeit 2 x 10-4 pro Person und Jahr eines natürlichen Todes zu sterben), und zwar auf dessen Minimum (in wirtschaftlich gut entwickelten Ländern im Alter von 5 bis 15 Jahren). Es wird nun postuliert, dass technische Systeme keinen nennenswerten (z.B. einen um eine Zehnerpotenz geringeren) Anteil am zusätzlichen Risiko für eine Person darstellen dürfen. Weiterhin wird eine weitere Reduktion erwartet bei Zunahme des Schadensausmaßes je Einzelfall, um der fehlenden gesellschaftlichen Akzeptanz solcher Ereignisse Rechnung zu tragen. Ein weiterer Ansatz ist das Prinzip, dass alle neu einzurichtenden Systeme mindestens so sicher sein müssen wie die bisherigen Realisierungen (GAMAP Prinzip).

Aus all diesen Ansätzen und Betrachtungen wird letztlich eine THR, die sogenannte „Tolerable Hazard Rate“ als akzeptiertes Grenzrisiko abgeleitet. Dabei muss jedoch die „Einwirkzeit“ des Systems anteilig pro Jahr als ein (mit großer Unsicherheit behafteter) Faktor abgeschätzt werden. (Beispiel: Fahrzeit pro Jahr eines Passagiers mit der Bahn). Die THR ist dann die quantifizierte Vorgabe der Angemessenheit im obigen Sinne, denn die technischen Systeme müssen nun so gestaltet werden, dass deren zu erwartende Rate gefährlicher Fehler mindestens unterhalb dieser THR liegt.

Risikobetrachtung der Sicherheitstechnik
Deuta-Werke 
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Risikobetrachtung der Sicherheitstechnik

Dabei gehen mögliche Fehler nicht nur vom technischen System selber aus, sondern werden unter anderem von Umweltseinflüssen ausgelöst, die auf das System einwirken, und dieses möglicherweise in einen gefährlichen Zustand bringen. Das Beispiel des Kernkraftwerks Fukushima beweist dabei die limitierten Fähigkeiten des Menschen, solche Szenarien entsprechend vollständig in Betracht zu ziehen, um alle denkbaren Fehlerzustände, die zu erwartende Fehlerrate und damit auch die THR korrekt und umfänglich einzuschätzen. Zum einen war die Stärke des dortigen Erdbebens „außerhalb der Spezifikation“. Darüber hinaus wurde der Tsunami - wenn überhaupt - nur als zeitlich unkorreliertes Einzelereignis und nicht als gleichzeitig auftretend und damit als potenzierende Gefährdung betrachtet.

Letztlich müssen

die möglichen Gefährdungen vollständig erfasst werden (Gefährdungsanalyse)
die möglichen Ursachen für das Eintreten der Gefährdung und deren Ableitung aus Fehlerzuständen der Systembestandteile (z.B. durch eine Fehlerbaumanalyse) bestimmt werden
die erwartete Eintrittswahrscheinlichkeit des gefährlichen Zustand abgeleitet aus der Eintrittwahrscheinlichkeit externen Faktoren oder internen Fehlerzustände (z.B. Ausfallraten der Bauteile) berechnet / abgeschätzt werden.

Die THR darf durch die gefährlichen Fehlerraten des Gesamtsystems nicht überschritten werden. Bei Gestaltung des Systems können die Fehlerraten l durch den Systemarchitekten anteilig auf die Systemkomponenten verteilt werden, bei einer nicht redundanten Realisierung darf somit die Fehlerrate der Einzelkomponente l K nur einen Bruchteil der System l „aufbrauchen“. Bei redundanter Auslegung hingegen ist nur die bedingte Wahrscheinlichkeit gleichzeitiger Fehler relevant. Anhand dieser l K können dann für die Komponenten in verschiedenen Normen (z.B. IEC 61508 bzw. EN 50126) SIL (Safety Integrity Level) Stufen zugewiesen werden.

1. Teil: Wie sicher ist sicher genug?
2. Teil: Ausfallraten technischer System