Systeme beschreiben und simulieren

Das Buch »Simulationstechnik« erklärt, wie man Systeme beschreibt und daraus ein Modell ableitet, mit dem das System simuliert werden kann. Allerdings scheint das Buch eher als Manuskript für Vorlesungen konzipiert zu sein.

Im Eingangsteil des Buches »Simulationstechnik« erfährt der Leser, wie man ein System beschreibt und daraus ein Modell ableitet, mit dem das System simuliert werden kann. Für die Simulation von zeitkontinuierlichen Systemen selbst bedient sich der Autor der Sprachen ACSL (Advanced Coninuous Simulation Language) und Matlab.

ACSL ist eine aus FORTRAN abgeleitete Sprache. Das Buch »Simulationstechnik« enthält hierzu zwar keine ausführliche Befehlsreferenz, aber immerhin eine kurze Einführung mit Beispielen zu den wichtigsten Befehlen, so dass sich der Leser die Wirkungsweise der Sprache gut vorstellen kann. ACSL ist eine bereits 1975 entstandene Sprache.

Das sich seit 1990 in Gebrauch befindende Matlab ist mit seinen blockorientierten Modellen und der grafischen Benutzerschnittstelle technisch weitaus mehr auf der Höhe der Zeit und dürfte bezüglich der Praxisrelevanz deshalb weit überlegen sein. Schade, dass der Beschreibung von ACSL mehr Seiten gewidmet sind als Matlab, wobei die Matlab-Seiten auch noch z.T. mit großformatigen Screenshots gefüllt sind.

Überhaupt ist der Text auf das Nötigste beschränkt. Er bildet nur einen spärlichen Kit, um die vielen Bilder, Formeln und Beispiele zusammenzuhalten. Offensichtlich ist das Werk als Manuskript zu einer Vorlesung konzipiert. Für den Leser, der den Vortrag nicht hören kann und sich anhand des Buches in die Materie einarbeiten will, hätte man sich etwas mehr Prosa gewünscht.

Simulationstechnik - Grundlagen und praktische Anwendungen; Acker, B.
expert-Verlag 2009; 133 S. mit 80 Abb. und 18 Tab.; CD-ROM; 34,80 Euro
ISBN-13: 978-3-8169-2837-9