Studie: Feldbusse trotz Ethernet weiter wachsend

Obwohl sich in der industriellen Kommunikation derzeit alles um die Themen Ethernet und Wireless dreht, ist der Markt der Feldbussysteme weiterhin steigend. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie unter rund 350 Unternehmen aus dem Umfeld des Maschinenbaus.

Konkret rechnen 4 von 10 Firmen zukünftig mit einem höheren Bedarf an Feldbus-Lösungen, während nur 9 Prozent von einer Abnahme ausgehen. Die beiden bedeutendsten Systeme sind nach wie vor Profibus und CAN. Was die absolute Wachstumsrate betrifft, hat trotzdem Ethernet die Nase vorn: Hier rechnen 81 Prozent der Befragten mit einem steigenden Bedarf, wobei Ethernet demnächst immer häufiger auch in der Feldebene zu finden sein wird.


Ein weiteres Ergebnis der Studie: Obwohl das Thema Wireless - also die drahtlose Datenübertragung - derzeit stark in der Diskussion ist, ist die aktuelle Verbreitung im Maschinenbau noch gering. Und auch wenn die meisten Anwender durchaus Vorteile dieser Technologie erkennen, wie etwa eine größere Bewegungsfreiheit, geringere Verkabelungskosten und dem Einsatz an unzugänglichen Orten, so will jedes zweite Unternehmen auch zukünftig keine Maschinenkomponenten kabellos verbinden. Als Hinderungsgründe für den Einsatz werden vor allem mangelnde Stabilität, IT-Sicherheit und fehlende industrietaugliche Produkte genannt.